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		<title>Warum Krafttraining Ihre Rückenschmerzen verstärkt</title>
		<link>https://christinkoehler.com/warum-krafttraining-ihre-rueckenschmerzen-verstaerkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2019 16:32:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Was? Wieso soll Muskelaufbau plötzlich nicht mehr gut für meinen Rücken sein?</p>
<p>Die gängige Lehrmeinung lautet, Rückenschmerzen entstehen, wenn die stützende Muskulatur zu schwach ist. Daher soll sie ihrer eigentlichen Funktion nicht nachkommen können, nämlich die Wirbelsäule zu stützen. Doch das ist ein Trugschluss.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><strong>Die meisten Schmerzen, egal ob im Rücken oder an anderer Stelle, entstehen durch Verspannungen und Verfilzungen der faszial-muskulären Strukturen.</strong> Das heißt, die Faszien sind durch verschiedene Faktoren wie beispielsweise einseitige Bewegung oder Übersäuerung des Gewebes verkürzt und verhärtet. Diese Verkürzungen führen in den Gelenken oder in der Wirbelsäule zu erhöhten Druckverhältnissen. Die Wirbelsäue und die Knochen in den Gelenken werden also stärker aneinandergedrückt, als ihnen guttut.</p>
<p>Ist der Druck erst einmal so hoch, dass der Abrieb, der dadurch bei jeder Bewegung<br />
entsteht, größer ist, als der Körper in derselben Zeit wieder reparieren kann,<br />
muss ein Alarmsystem eingeschaltet werden, um uns vor zu großer Abnützung zu<br />
warnen. Denn der Körper will seine Strukturen ja schützen.</p>
<p>Und wie macht er das? Genau! <strong>Er schickt einen Schmerz in die betreffende Region, welcher uns an der schädlichen Bewegung hindern soll. </strong>Wer schon einmal einen Hexenschuss hatte, weiß genau: diese Bewegung setzt man unmöglich fort! Und somit hat der Körper erreicht, was er wollte. Verschleiß vermieden, Struktur geschützt.</p>
<p>So weit, so gut. Doch was nun? Wenn die Antwort auf die Rückenschmerzen jetzt Muskelaufbau heißt, kommt es nicht zu einer Entlastung der Drucksituation, sondern im Gegenteil zu einer Verstärkung. <strong>Muskeln, die nicht aktiv in die Länge gedehnt werden, bauen noch mehr Spannung auf und vergrößern das Problem, statt es zu lösen.</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<h2>Überlastungsschmerz vs. Alarmschmerz</h2>
<p>Ja, ich höre schon das Raunen an dieser Stelle: „Aber mir geht es nur gut, wenn ich im Fitnesscenter bin. Nur dann habe ich keine Schmerzen.“ Das lässt sich folgendermaßen erklären:</p>
<p>Es gibt eine Vorstufe zu den oben beschriebenen Alarmschmerzen, nämlich die Überlastungsschmerzen. Das heißt am Beispiel Rückenschmerzen, dass die Spannung in der Hüftbeugermuskulatur beispielsweise durch langes Sitzen oder seitliches Liegen zu hoch ist. Diese Spannung zieht uns so ein kleines Stück mehr nach vorne, als eigentlich vorgesehen. Um uns dann trotzdem vollständig aufrichten zu können, müssen unsere Rückenstreckermuskeln mehr arbeiten, als ihnen lieb ist. Sie müssen gegen diesen Vorwärtszug ankämpfen. Und wenn sie das länger machen müssen, weil man vielleicht gerade einkaufen geht, eine Wanderung macht oder in der Küche steht und kocht, dann beginnen sie zu brennen und zu schmerzen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten ein größeres Gewicht eine Stunde lang mit ausgestrecktem Arm vor sich halten. Da würden Ihre Muskeln auch beginnen zu brennen und zu rebellieren. Genau so geht es Ihrem Rücken.</p>
<p><strong>Wer an dieser Stelle beginnt, seine Muskeln zu kräftigen, wird möglicherweise eine Weile weniger Rückenschmerzen haben.</strong> Die Muskeln werden stärker und können diesen Mehraufwand länger aushalten. Doch über kurz oder lang wird durch den erhöhten Druck, den die wachsenden Muskeln erzeugen, die Spannung in der Wirbelsäule so groß, dass der Alarmschmerz kommen muss. Dann hilft auch kein Muskelaufbau mehr.</p>
<p>Wir müssen unser Denken also umkehren und erkennen, dass Krafttraining vielleicht anfangs eine lindernde Wirkung haben kann, aber auf Dauer die Probleme verstärkt. Gezieltes, systematisches Dehnen der Muskulatur ist in Kombination mit entsäuernden Maßnahmen in den meisten Fällen die dauerhafte Lösung für Rückenschmerzen. So werden die Druckverhältnisse in Ihrer Wirbelsäule wieder normalisiert, die Bandscheiben können sich regenerieren, Gleitwirbel treten an ihren ursprünglichen Platz zurück und die Alarmschmerzen treten immer seltener auf, mbis das ganze System wieder stabil in seiner ursprünglichen Form angekommen ist.</p>
<p>Wenn Sie mehr darüber wissen wollen oder Ihre individuelle Situation klären möchten,<br />
helfe ich Ihnen gerne weiter.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Überlastungsschmerzen durch einseitige Bewegung</title>
		<link>https://christinkoehler.com/ueberlastungsschmerzen-durch-sport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Aug 2018 13:58:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Wie Sie wieder stark und schmerzfrei Ihren Lieblingssport ausüben können</h2>
<p>Gesund, fit, leistungsstark und vital sind Begriffe, die wir mit Sport und Bewegung assoziieren. Nach einer intensiven Trainingseinheit fühlen wir uns meist belebt, ausgeglichen und zufrieden.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Da passen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nicht so gut ins Bild. Und dennoch <strong>leiden viele passionierte Sportler an Beschwerden genau in jenen Regionen, die für Ihren Sport typisch sind</strong>, den sogenannten Überlastungsschmerzen. Es ist kein Zufall, dass z.B. viele Läufer mit der Zeit Knieschmerzen bekommen, passionierte Radfahrer häufig Hüftbeschwerden und Tennisspieler Probleme mit Ellenbogen oder Schulter haben. Rückenschmerzen lassen sich sogar quer durch fast alle Sportarten beobachten.</p>
<p>Unabhängig davon, wo Ihre Schmerzen sitzen, ist die <strong>Lösung meist recht schnell und unkompliziert</strong>. Dazu ist es aber wichtig, die Entstehung dieser Schmerzen zu verstehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wie kommt es zu den typischen sportbedingten Überlastungsschmerzen?</h2>
<p>Jeder Sport verlangt von unterschiedlichen Körperbereichen Höchstleistungen. Die sich immer wiederholende Bewegung und somit Belastung der entsprechenden Gelenke führt zu dem gewünschten Muskelaufbau.</p>
<p>Die Kehrseite davon ist jedoch eine <strong>Verkürzung der Muskeln und Faszien</strong> in diesem Bereich. Diese Verkürzung hält die betreffende Region in einem Spannungszustand, wodurch Bewegungen zunächst etwas schwieriger ausfallen. Das heißt, dass die Muskeln mehr Kraft aufbringen müssen, um gegen diese Verkürzung dennoch die gewünschte Bewegung ausführen zu können. Dadurch werden die Knochen enger aneinander gezogen und der Spalt im Gelenk verringert sich. So kommt es zu Abrieb im Gelenk, die Knorpelmasse verringert sich. Es können Entzündungen und Bewegungseinschränkungen entstehen. Der Körper schickt schließlich <strong>Alarmschmerzen</strong> in das entsprechende Gelenk, um es an der gewünschten Bewegung zu hindern. Denn wer Schmerzen hat, macht keinen Sport mehr. Das ist die Sprache unseres Körpers, um seine Gelenke und Gewebe zu schützen. Und schon ist der typische Tennisellenbogen,  der Golfarm oder das Läuferknie geboren. Doch das kann auf Dauer keine Lösung sein und ist bestimmt nicht im Sinne unseres Körpers.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die Lösung</h2>
<p>Zuerst versucht man es oft mit Schonung, dann Physiotherapie, wärmen oder kühlen, eine Saison aussetzen, alternative Techniken antrainieren, Ausweichbewegungen, usw. Doch führt meist alles davon zum selben Ergebnis: der Schmerz bleibt oder kommt bei kleiner Anstrengung häufig wieder zurück.</p>
<h3>Osteopressur, Faszienrollen und Dehnung</h3>
<p>Wenn jedoch klar ist, dass die Verengung des Gelenkspalts das Problem ist, so liegt die Lösung klar auf der Hand: nicht zusätzlicher Muskelaufbau führt zum gewünschten Erfolg, sondern das <strong>Aufheben dieser Verengung</strong>. Das heißt konkret, dass Sie durch gezielte und speziell dafür entwickelte <strong>Dehnungsübungen</strong> den Abstand der Knochen in Ihrem Gelenk wieder vergrößern können und sich der Alarmschmerz dadurch abgeschaltet. So kann sich das Gelenk meist wieder vollständig regenerieren. In der Schmerzbehandlung kann durch das Drücken auf <strong>genau definierte Schmerzpunkte am Knochen</strong> (= Osteopressur) dieses Schmerzprogramm, das für die Alarmschmerzen zuständig ist, gelöscht werden. Eine <strong>schonende Fazienrollmassage</strong> führt anschließend zur Entsäuerung des Gewebes und bereitet die Muskeln und Faszien optimal auf die folgenden Dehnungsübungen vor.</p>
<p>Bei Versuchen mit diesen Dehnungsübungen konnte über bildgebende Verfahren bewiesen werden, dass sich bereits nach einer einzigen Wiederholung der Gelenksspalt im mm-Bereich vergrößerte. Das sind sensationelle Neuigkeiten. Denn es heißt, dass die <strong>Heilung meist recht schnell zu erreichen ist</strong>. Tatsächlich ist es so, dass schon in der ersten Schmerzbehandlung eine Reduktion der Schmerzen von 100% auf durchschnittlich 30% zu verzeichnen ist. In nur wenigen Therapieeinheiten ist von einer vollständigen Schmerzreduktion auszugehen, die Sie mittels der Übungen selbst dauerhaft aufrechterhalten können.</p>
<h3>Vitalstoffergänzung</h3>
<p>Zur weiteren Festigung des Therapieerfolgs können <strong>Vitalstoffe gezielt zugeführt</strong> werden. Denn zur Regeneration und allgemeinen Gesunderhaltung brauchen wir viele gute Zutaten in einem optimalen Verhältnis. Damit stehen dem Körper wieder alle wichtigen Bausteine zur Verfügung, um funktionstüchtige Zellen zu bauen, die die Heilung unterstützen und vorantreiben.</p>
<p>So steht Ihrer leistungsstarken Saison schon bald nichts mehr im Wege und Sie können Ihren bevorzugten Sport wieder uneingeschränkt nach Lust und Laune ausüben. Das sind doch <strong>sensationelle Neuigkeiten</strong>, nicht wahr?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Homöopathische Komplexmittel und was sie mit uns machen</title>
		<link>https://christinkoehler.com/homoeopathische-komplexmittel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2017 12:19:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner">Homöopathische Komplexmittel erfreuen sich steigender Beliebtheit. Sie scheinen die ideale, einfache und sorglose Lösung für verschiedenste Probleme zu bieten. Von Zahnungsschwierigkeiten über Schlafstörungen, Heuschnupfen oder Kopfschmerzen bis hin zu Husten, Schnupfen, Heiserkeit gibt es unterschiedlichste Präparate, die oft über längere Zeit mehrmals täglich eingenommen werden.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Klingt doch ganz praktisch. Warum sind sie es dann aber wert, genauer unter die Lupe genommen zu werden?</p>
<p>Dafür muss ich etwas weiter ausholen und <strong>ein paar homöopathische Grundbegriffe</strong> klären. Das homöopathische Prinzip (=Ähnlichkeitsprinzip) besagt nämlich, dass „Ähnliches mit Ähnlichem“ zu heilen ist. Was heißt das genau?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Was ist das Ähnlichkeitsprinzip?</h2>
<p>Es heißt, dass eine homöopathisch aufbereitete Ausgangssubstanz in der Lage ist, die Symptome zu heilen, die sie bei mehrmaliger Einnahme bei gesunden Menschen erzeugen kann. Als Beispiel: Der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, machte einen Selbstversuch mit Chinarinde, die zur damaligen Zeit gegen Malaria eingesetzt wurde. Er nahm sie als gesunder Mensch über einen gewissen Zeitraum ein und entwickelte dabei Symptome, wie sie für die Malaria bekannt sind, obwohl er sich nicht mit Malaria infiziert hatte. Das wunderte ihn, da die Chinarinde ja GEGEN Malaria wirken sollte. Und jetzt war sie für genau diese Symptome verantwortlich? Von diesem Selbstversuch (und vielen danach folgenden Versuchen und Beobachtungen) leitete er das Ähnlichkeitsprinzip ab. <strong>Ähnliches hat die Fähigkeit, Ähnliches zu heilen</strong> – und die Homöopathie war geboren.</p>
<p>Aber was hat das mit homöopathischen Komplexmitteln zu tun?<br />Dazu muss man verstehen, <strong>was homöopathische Komplexmittel von homöopathischen Einzelmitteln unterscheidet.</strong><strong></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Was sind homöopathische Einzelmittel?</h2>
<p>Ein homöopathisches Einzelmittel ist ein Mittel, das <strong>aus einer einzelnen Ausgangssubstanz</strong> wie z.B. Chinarinde (siehe oben) über ein <strong>spezielles Herstellungsverfahren</strong> gewonnen wird. Dieses Mittel kommt dann nur und ausschließlich bei jenen Patienten zur Anwendung, die Symptome aufweisen, welche das Mittel (gemäß Ähnlichkeitsprinzip) sowohl produzieren als auch heilen kann.</p>
<p>Darum sind bei homöopathischen Fallaufnahmen so detaillierte Befragungen notwendig. Denn es muss festgehalten werden, <strong>welche Symptome genau vorliegen</strong>. Im Anschluss werden alle homöopathischen Substanzen, welche die Kombination dieser Symptome als Heilpotenzial aufweisen, miteinander verglichen, differenziert und ausgeschlossen, bis am Schluss <strong>bestenfalls ein einzelnes Mittel übrig</strong> bleibt, das so genau wie möglich zur derzeitigen Situation des Patienten passt.</p>
<p>Das ist auch der Grund, warum <strong>nicht jede Krankheit nur ein einzelnes Mittel für alle Patienten</strong> zur Heilung benötigen kann. Der Kopfschmerz meines Kindes kann nämlich ganz anders sein, als der Kopfschmerz meines Nachbarn. Und daher brauchen Kind und Nachbar höchstwahrscheinlich zwei unterschiedliche Arzneimittel, damit sich ihre Symptome verbessern. Anders als in der Schulmedizin kann man nicht allein anhand des Krankheitsnamens (in diesem Fall Kopfschmerzen) ein passendes Mittel finden, sondern anhand der individuellen Zeichen, die der Organismus des Patienten aufweist.</p>
<p>Ist der Kopfschmerz meines Kindes vielleicht besonders bei Schulstress am stärksten und lässt er sich mit Ruhe und Wärme lindern, so braucht mein Kind ein anderes Mittel als mein Nachbar, dessen Kopfschmerz immer bei kaltem Wind auftritt, Übelkeit hervorruft und eine Verbesserung durch Kaffee zeigt. Zweimal Kopfschmerzen, zwei verschiedene Symptomenbilder, zwei verschiedene Mittel. So funktioniert das Ähnlichkeitsprinzip.</p>
<p><strong>Woher kennt man nun aber das Heilungspotenzial dieser vielen verschiedenen Mittel?</strong> Wie weiß man, welche Ausgangssubstanz in homöopathischer Form welche Symptome produzieren und heilen kann?<br />Dazu muss ich etwas über <strong>homöopathische Arzneimittelprüfungen</strong> erzählen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Was ist eine homöopathische Arzneimittelprüfung?</h2>
<p>Um herauszufinden, welches Heilpotenzial die unterschiedlichen homöopathischen Mittel haben, wurden (und werden noch immer) genau definierte <strong>Tests an Gruppen gesunder Menschen</strong> gemacht. Diese müssen nach einem gewissen Einnahmeplan die Mittel anwenden und regelmäßig aufzeichnen, welche Veränderungen sich im Laufe der Zeit zeigen. Wir erinnern uns: Hahnemann bekam von Chinarinde Symptome wie bei einer Malaria.</p>
<p>Jedes andere <strong>Mittel erzeugt seine eigenen, besonderen Symptome</strong>, die so detailliert wie möglich erfasst werden. Meist zeigen sich bei allen oder vielen der Teilnehmer einer solchen Arzneimittelprüfung ähnliche Symptome, da sie ja von dem Mittel kommen. Somit stammen sie nicht von den Testpersonen selbst, sondern von ihrer Reaktion auf die Einnahme des Mittels. Das sind sogenannte <strong>Prüfungssymptome</strong>.</p>
<p>Diese Symptome werden gesammelt und schon zeigt sich das <strong>Heilpotenzial eines Mittels</strong>. Wenn so ein Mittel dann an Patienten mit genau solchen Symptomen zur Anwendung kommt, und diese Symptome verschwinden, ist bestätigt, dass das Mittel eben dieses Heilpotenzial hat. Häufig verschwinden damit sogar noch weitere Symptome, die über die Aufzeichnungen einer Arzneimittelprüfung hinausgehen. Wenn das der Fall ist und sich vermehrt zeigt, können auch diese zusätzlichen Symptome als Teil des Heilpotenzials dieses Mittels angesehen werden. Diese zusammengetragen und allen zur Verfügung gestellten Erfahrungen vervollständigen die Arzneimittelbilder mit der Zeit.</p>
<p>Und was hat das jetzt mit homöopathischen Komplexmitteln zu tun?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Was sind homöopathische Komplexmittel?</h2>
<p>Da haben sich ein paar schlaue Köpfe Gedanken gemacht und fanden, dass eine Abkürzung ganz sinnvoll wäre. Sie wollten, dass allen Patienten dasselbe Präparat hilft. Keine langen Fallaufnahmen mehr, keine individuelle Mittelsuche. <strong>Praktisch! Doch nur auf den ersten Blick.</strong></p>
<p>Homöopathische Komplexmittel werden nämlich <strong>aus mehreren Einzelmitteln zusammengemischt und so dem Patienten verabreicht</strong>. Das heißt beim Beispiel Kopfschmerzen: Fünf verschiedene Einzelmittel, die unter anderem Kopfschmerzen in ihrem Heilungspotenzial haben,  zu einem einzigen Mittel vermischt, sollen nun für alle unterschiedlichen Kopfschmerzen hilfreich sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Warum ist das nicht gut?</h2>
<p><strong>Finde den Fehler:</strong> Diese Komponenten des Komplexmittels sind zwar einzeln geprüft, aber es ist nicht absehbar, welche Wirkung sie in Kombination haben. Außerdem sind es nur fünf Mittel. Ich habe in meinem <strong>Repertorium</strong> (= Sammlung von Symptomen und den dafür in Frage kommenden Mitteln) nachgeschaut. <strong>Für Kopfschmerzen kommen 762 homöopathische Einzelmittel in Betracht.</strong> Wie hoch denken Sie, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ALLE Kopfschmerzpatienten genau eines dieser fünf zusammengemischten Mittel benötigen, wo doch noch weitere 757 Mittel für Kopfschmerzen zuständig sein können?</p>
<p>Und selbst wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass das passende Mittel dabei wäre – woher soll man wissen, welches der fünf Mittel nun geholfen hat? Und was machen die anderen vier mit hineingemischten Mittel mit unserem Organismus? Wer kann die Wechselwirkungen der Mittel untereinander sicher bestimmen? Wie sollen außerdem gleichzeitig fünf Mittel für nur einen individuellen Schmerzzustand verantwortlich sein?</p>
<p>Nicht alle Patienten, die unter Kopfschmerzen leiden, befinden sich gerade im gleichen Allgemeinzustand (siehe Beispiel Kind / Nachbar).</p>
<p>Nochmal zur Wiederholung: Homöopathie heißt „Ähnliches mit Ähnlichem“. <strong>„Homöopathische Komplexmittel“ sind also ein Widerspruch in sich</strong>, da eine Mischung aus mehreren Komponenten nicht einem einzelnen Zustand ähnlich sein kann.</p>
<p>Die Besserung der Symptome ist meist als Unterdrückung zu bewerten. Denn auch mit homöopathischen Mitteln kann man, wenn sie falsch eingesetzt werden, Symptome unterdrücken. Die Symptome sind dann zwar vorübergehend weg, kommen aber in der Regel wieder zurück, sobald man das Mittel absetzt. In etwas unglücklicheren Fällen kommt das ursprüngliche Symptom nicht wieder zurück, sondern es wurde erfolgreich weggedrückt und die gesamte Krankheitssymptomatik auf eine tiefere Ebene verschoben. Ob nun mit schulmedizinischen Medikamenten oder mit homöopathischen Mitteln unterdrückt wird, ist dem Organismus letztendlich ziemlich egal.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Prüfungssymptome sind vorprogrammiert</h2>
<p>Die Erfahrung zeigt, dass Menschen, die homöopathische Komplexmittel einnehmen, ausgesprochen <strong>häufig Prüfungssymptome von Komponenten des Präparats</strong> aufweisen. Da diese Arzneien mehrfach eingenommen werden und aus mehreren Mitteln bestehen, ist selbst das Erfassen von Prüfungssymptomen schwierig, weil <strong>der ganze Fall verwirrt</strong> wird. In unserem Beispiel haben alle der Komponenten mit Kopfschmerzen zu tun. Darum verändern sich vermutlich die Kopfschmerzen auf die eine oder andere Weise. Gleichzeitig werden möglicherweise andere Symptome kommen oder der allgemeine Zustand, der Schlaf, die Energie oder die Emotionen verändern sich.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Mehr hilft nicht mehr!</h2>
<p>Häufig beobachte ich, dass Menschen, die von irgendjemand  homöopathische Komplexmittel empfohlen bekommen haben und diese schön brav einnehmen, dann <strong>Symptome entwickeln, die sie eigentlich wegbekommen wollten – eben Prüfungssymptome.</strong> Um diesen Symptomen dann Herr zu werden, denken sie sich: „Da muss ich wohl noch mehr davon nehmen, um den Zustand besser in den Griff zu bekommen.“  Der Teufelskreis geht weiter. Das ist der schwierigste Teil der Sache.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nicht selten ist dies auch z.B. bei „Zahnungsglobuli“ zu beobachten. Sie sollen die typischen Beschwerden, die manche Kinder beim Zahnen durchleben, mindern. Dazu gehören z.B. auch Unausgeglichenheit, Zorn und Quengeln.<strong> Wie oft werden zuvor ausgeglichene Kinder erst unter Einfluss ihrer Zahnungsglobuli zu kleinen Zornbinkerln!</strong> (= österreichisch für kleines, zorniges Kind) Und diese Wesensveränderung wird dann dem Zahnen zugeschrieben und nicht dem eingenommenen Komplexmittel. Statt das Mittel abzusetzen, weil die Prüfungssymptome in voller Blüte sind, setzt man auf die Hoffnung, dass noch mehr eingenommene Globuli diese Symptome zum Verschwinden bringen. Und das Spiel nimmt seinen Lauf. Hier könnten viele unnötige Probleme vermieden werden.</p>
<p>Ich habe vor einiger Zeit sogar mal gehört, dass die <strong>vorbeugende Einnahme</strong> solcher Präparate Sinn mache, um einen Spiegel im Blut aufzubauen. Doch <strong>einen homöopathischen Spiegel im Blut gibt es nicht</strong>. Wenn Ähnliches mit Ähnlichem geheilt wird, dann müssen zuerst Symptome bestehen, aufgrund derer man sich für ein Heilmittel entscheiden kann. Wenn ein gesunder Mensch homöopathische Präparate einnimmt, entwickelt er mit großer – sehr großer – Wahrscheinlichkeit die Symptome, die er heilen wollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Nützt es nicht, so schadet es nicht?</h2>
<p>Ich kann Ihnen nur raten, einen großen Bogen um Komplexmittel jeder Art zu machen. Denn der unschuldige Gedanke „Wenn es nichts nützt, so schadet es nichts“, trifft in der Homöopathie leider nicht zu. Alles, was eine Wirkung hat, kann auch unerwünschte Wirkungen zeigen. Abkürzungen sind zwar verlockend und mit einem Navi im Straßenverkehr auch durchaus sinnvoll, doch in Gesundheitsfragen nicht gerade ratsam. Die (unerkannten) Prüfungssymptome und Unterdrückungen können mehr Leid anrichten, als die mögliche Linderung Nutzen bringt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Geduld ist eine Tugend &#8211; Warum es manchmal besser ist, wenn Ihnen Ihr Homöopath keine Globuli verschreibt</title>
		<link>https://christinkoehler.com/warum-manchmal-besser-keine-globuli/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2017 16:23:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner">Sind Sie schon mal enttäuscht aus der homöopathischen Praxis nach Hause gegangen, weil Sie <strong>keine neuen Kügelchen</strong> verordnet bekamen? Endlich wollten Sie alle Beschwerden, die Sie womöglich schon seit Langem quälen, hinter sich lassen, und dann DAS: Sie werden einfach nach Hause geschickt.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>„Abwarten!“</strong>, wurde Ihnen gesagt. Einfach so. Aber jetzt soll es doch weitergehen, nicht stehenbleiben! Gewartet haben Sie schließlich schon lange genug. Bei jedem Termin muss man immer wieder alles haarklein erzählen, und dann bekommt man nicht einmal ein paar Globuli, die weiterhelfen sollen. Es ist ja außerdem auch nicht ganz billig. Soll das jetzt alles für die Katz‘ gewesen sein? Oh, ich kann Ihren inneren Monolog förmlich hören. All die <strong>Zweifel und die Enttäuschung</strong>. Was hat es mit dem Abwarten auf sich? Warum können Sie nicht jedes Mal ein neues Mittel bekommen oder wenigstens Ihr altes Wiederholen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wie lange wirkt ein homöopathisches Mittel?</h2>
<p>In der Regel wird in der klassischen Homöopathie nach der Fallaufnahme ein homöopathisches Mittel verordnet, das auf gewisse Weise eingenommen werden soll. Dieses <strong>Mittel setzt einen Reiz in Ihrem Organismus</strong>, mit dem sich dieser dann auseinandersetzen muss.<br />Ich vergleiche es gerne mit einem <strong>Mobile</strong>: streift der Wind von einer Seite daran vorbei, kommt das ganze Gefüge in Bewegung und muss sich neu sortieren. An jedem Mobile hängen aber unterschiedliche Objekte. Genauso unterscheidet sich jeder Mensch individuell von anderen und <strong>jeder Organismus </strong><strong>schwingt </strong><strong>auf seine besondere Weise</strong>.<br />Wenn beispielsweise an einem Mobile Steine hängen, werden die Bewegungen des Mobiles anders sein als die eines Mobiles, an dem Federn hängen. Während die Steine durch ihr Gewicht schneller wieder zurück ins Gleichgewicht und in eine Ruheposition kommen, kringeln sich die feinen Härchen der Federn vermutlich noch lange weiter im kleinsten Lufthauch. Das ist weder gut noch schlecht. Es ist einfach eine Beobachtung.</p>
<p>Und genauso lässt sich in der Praxis die Reaktion eines Patienten auf das zuvor verordnete Arzneimittel beobachten. Mögliche Gründe:</p>
<ul>
<li>Beim nächsten Termin hat das Mittel <strong>noch nicht ganz ausgewirkt</strong> und der Organismus ist noch dabei, sich neu zu sortieren.</li>
<li>Eine <strong>Besserung der Symptomatik</strong> ist sichtbar, die wir durch eine weitere Mitteleinnahme nicht stören wollen.</li>
<li><strong>Das nächste Mittel zeigt sich noch nicht deutlich</strong> und der Organismus braucht noch etwas mehr Zeit, um ein klares Mittelbild zu präsentieren.</li>
</ul>
<p>Auch das alles ist weder gut noch schlecht, sondern einfach eine Beobachtung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Zu viele Globuli, zu viele Informationen</h2>
<p>Es gibt <strong>in der Homöopathie klare Regeln</strong>, an die wir uns halten müssen, wenn wir nicht nur lindern oder unterdrücken, sondern eine dauerhafte Heilung herbeiführen wollen. Wird ein Mittel zu schnell wiederholt, können Probleme im Heilungsverlauf auftreten. Genauso ist ein <strong>zu häufiger Wechsel der Globuli kontraproduktiv</strong> und kann den Fall verwirren. Das ist so wie wenn Sie z.B. im Internet nach einer Information suchen und dabei ganz viele Seiten mit widersprüchlichen Behauptungen finden. Welche davon sollen Sie nun glauben? Wonach sollen Sie sich richten?</p>
<p>Jedes homöopathische Mittel gibt Ihrem Organismus ebenfalls eine Information, mit der sich ihr Abwehrgefüge auseinandersetzen muss, während es sich im besten Fall neu sortiert, um im Anschluss wieder reibungslos zu funktionieren. Wenn wir nun aber ständig wechselnde <strong>Informationen</strong> in Ihr <strong>System</strong> schicken, dann wird es <strong>verwirrt</strong>, produziert ein paar neue Symptome, unterdrückt ein paar alte oder reagiert sonst irgendwie unpassend. So wird es immer schwieriger, das wirklich heilende Mittel zu finden.</p>
<p>Ich erinnere mich an manche Erstgespräche, in denen schnell klar wurde, dass die <strong>Erwartung der Patienten</strong> war,  immer und überall neue Globuli von mir zu bekommen. Ich versuche so gut wie möglich gleich zu Beginn zu erklären, warum das keinen Sinn macht und dass die Homöopathie so nicht arbeitet. Doch manche Menschen, die mit dem homöopathischen Gedanken noch nicht so vertraut sind, verunsichert das. Ein paar Behandlungen wurden genau aus diesem Grund auch von Seiten der Patienten abgebrochen. Denn beim Arzt bekamen sie ja auch bei jedem Besuch immer gleich irgendwelche Kügelchen und so möchten sie es gerne beibehalten.</p>
<p>Bei der Entscheidung, wie die Behandlung weitergehen soll &#8211; ob das Mittel wiederholt oder gewechselt werden muss, ob die Potenz erhöht oder beibehalten werden soll oder ob auch einmal abgewartet werden muss &#8211; sind viele, viele kleine Informationen zu berücksichtigen, die man den Patienten nicht immer bis ins Detail erläutern kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Loslassen &#8211; Ihrer Gesundheit zuliebe</h2>
<p><strong>Ihr Organismus</strong> ist auf Ihrer Heilungs-Reise der <strong>Kapitän</strong>. Er gibt den Ton an und das Tempo vor. Vertrauen Sie darauf: er <strong>weiß genau, was er macht</strong>. Wenn wir glauben, wir könnten ihn hetzen oder antreiben, gerät er womöglich noch weiter aus dem Tritt. Alles was Ihr Behandler oder Ihre Behandlerin machen kann, ist, gut hinzusehen, was Ihr Organismus zeigt, und dann den geltenden Regeln entsprechend zu handeln. Selbst wenn das heißt, Sie zu enttäuschen.</p>
<p><strong>Vertrauen Sie Ihrer/m Therapeut/in!</strong> Wenn sie oder er Sie einmal abwarten lässt, ohne ein neues Mittel zu verordnen, dann können Sie davon ausgehen, dass Sie an einer guten Adresse gelandet sind.</p>
<p><strong>Vertrauen Sie auch der Intelligenz Ihres Abwehrgefüges.</strong> Jede Krankheit, die sich zeigt, ist der Versuch des Organismus, wieder zurück ins Gleichgewicht zu kommen und Schlimmeres zu verhindern. Die Krankheit zeigt, dass er alleine nicht die Kraft und Möglichkeit hat, das zu schaffen. Mit dem richtigen Mittel zur richtigen Zeit bekommt er häufig wieder die Gelegenheit, sein Werk zu vollenden.</p>
<p>Wer mit Homöopathie wirklich gesund werden möchte, ohne die Probleme zu verschleiern, kommt <strong>mit solchen scheinbaren Abkürzungen oft nicht sehr weit</strong>.</p>
<p>Wenn Sie Vertrauen in Ihre/n Therapeut/in haben, dann <strong>freuen Sie sich über das Abwarten, denn es heißt, dass etwas in Ihrem Organismus vorgeht</strong>. Dieser Prozess ist vielleicht noch nicht ganz abgeschlossen, aber immerhin ist er bereits am Laufen. Und das ist mehr, als Sie vor der Behandlung hatten.</p>
<p>Eine Behandlung ist nicht erst dann etwas wert, wenn Sie quasi als Belohnung Ihre Globuli erhalten, sondern auch – und gerade dann – wenn Sie aus gutem Grund noch ein Weilchen abwarten müssen.</p>
<p>Kochen Sie sich doch in der Zwischenzeit einen feinen Tee. Der verkürzt bekanntlich die Wartezeit. 😉</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Mehr Behandlungsentscheidungen, die Patienten nicht gerne sehen:</h3>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://christinkoehler.com/drei-gruende-warum-dir-dein-mittel-nicht-gefallen-wird/" target="_blank" rel="noopener">3 Gründe, warum dir dein homöopathisches Mittel nicht gefallen wird</a></span></p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Globuli aus Muttermilch herstellen lassen – ja oder nein?</title>
		<link>https://christinkoehler.com/muttermittel-herstellen-lassen-ja-oder-nein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 19:58:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Helfen Muttermilch, Plazenta oder das Blut der Nabelschnur meinem kleinen Liebling?</h2>
<p>Eine Schwangerschaft ist eine sehr kraftvolle, wunderbare Zeit. Neues Leben entsteht aus eigener Kraft, wie von Zauberhand. Und die Liebe zu diesem kleinen Wunder ist unermesslich!<br />Gleich gefolgt von der Sorge darum, dass ihm ja niemals irgendetwas zustoßen möge und es immer gut behütet sei.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Da bekommen Sie das Angebot, aus Ihren eigenen wundervollbringenden Zellen und Substanzen einen Alleskönner herstellen zu lassen: Globuli aus der eigenen Plazenta, der Muttermilch oder dem Blut der Nabelschnur. Die Erklärung klingt auf den ersten Blick plausibel, denn in der Homöopathie gilt das Gesetz: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. Und was kann mir schon ähnlicher sein, als meine eigenen Zellen, die mich und mein Kind verbinden? Endlich scheinen Sie die Lösung für alle möglichen Probleme gefunden zu haben!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Versprechen und Realität</h2>
<p>Wahre Wunder sollen diese Mittel bewirken. Jeder werdenden Mutter werden sie als unglaubliche Gelegenheit dringend ans Herz gelegt. Denn die Vorteile scheinen überwältigend zu sein.<br />Immer wieder werde ich gefragt, wie ich das sehe und bei welchen Indikationen ich eine Anwendung dieser Mittel anraten würde. Denn laut Hersteller nützen sie gegen so ziemlich alles, was ein Säugling an Symptomen vorweisen kann. In einer Broschüre reichten die Indikationen von Neurodermitis über Asthma und Verdauungsproblemen bis hin zu Ängsten und &#8211; mein Highlight! – Alleinerzieher (?).<br />Ich zählte über 60 Indikationen. <strong>Unterm Strich wird man den Eindruck nicht los: „Nimm es, egal wie es dir geht, es wird schon nützen.“</strong> Da es sich aber um verschiedene Präparate handelt, bleibt immer noch die Frage, welches wogegen anzuwenden sei.</p>
<p>Selbst in höherem Alter sollen die Mittel noch alle möglichen Beschwerden lindern, da sie ja „von mir selbst“ sind. Also Allesheiler für Menschen jeden Alters – ob 4 Monate, 40 oder 94 Jahre alt.</p>
<p>Da es sich hier um einen großen Trend zu handeln scheint, möchte ich für Sie meine Gedanken dazu sammeln:</p>
<p>Bleiben wir beispielsweise bei der Muttermilch, da Plazenta und Nabelschnurblut in der Homöopathie viel weniger getestet und daher weniger bekannt sind. Es gibt in der Homöopathie bereits ein Mittel aus Muttermilch, nämlich das Mittel <strong>Lac humanum</strong>. Zu seiner Herstellung wurde zwar nicht genau IHRE Milch verwendet, aber es ist den Globuli, die aus Ihrer eigenen Milch hergestellt werden könnten, sehr, sehr ähnlich.<br />Für dieses Mittel Lac humanum gibt es genaue Beschreibungen, unter welchen Umständen es hilfreich sein kann. Und dazu gehören bei weitem nicht alle jene, die in der besagten Broschüre zu finden sind.</p>
<p>Außerdem – und das ist noch viel wichtiger – entwickelt nicht jeder Säugling Symptome, die die Anwendung von Lac humanum rechtfertigen. Im Gegenteil! <strong>Es gibt sehr viele andere Mittel, die viel häufiger bei typischen Beschwerden von Neugeborenen indiziert sind und erfolgreich angewendet werden.</strong></p>
<p>Dass ein Kind also die entsprechende Symptomatologie für diese Mittel aufweist, ist eher unwahrscheinlich. Und dennoch soll laut Hersteller das Mittel wiederholt bei jeglicher Beschwerde angewendet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Prüfungssymptome</h2>
<p>Wer sich schon ein wenig mit Homöopathie auseinandergesetzt hat, ist sicher schon einmal über den Begriff <em><strong>„Prüfungssymptome“</strong></em> gestolpert. Das sind Symptome, die durch die wiederholte Einnahme eines Mittels hervorgerufen werden, welches nicht zu dem derzeitigen Gesundheitszustand passt. Der Organismus muss irgendwann auf die Information reagieren, mit der er sich aufgrund der mehrmaligen Einnahme wiederholt auseinandersetzen muss. Und das macht er, indem er genau jene Symptome produziert, die zu dem falsch verabreichten Mittel gehören. Es ist oft nicht leicht, solche Prüfungssymptome zu erkennen. Wenn sie unerkannt bleiben, besteht die Gefahr, dass sie als „echte“ Symptome missverstanden werden. Wenn also nach der wiederholten Einnahme ein Symptom entsteht, das zum Heilpotenzial des Mittels zählt, denkt sich so mancher vielleicht: „Oh, das ist ja interessant! Jetzt muss ich das Mittel noch öfter geben, um dieses Symptom zu heilen.“ Und der Teufelskreis geht weiter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Globuli aus Muttermilch &#8211; Sinn oder Unsinn?</h2>
<p><strong>Der langen Rede kurzer Sinn: Nicht jeder Säugling braucht automatisch ein Muttermittel, von denen nicht einmal alle gut geprüft sind und die Wirkung daher nicht vorhersehbar ist. </strong><br /><strong> Viel häufiger sind andere Mittel notwendig, um eine Linderung zu erzielen.</strong> Gut ausgebildete, erfahrene Homöopathen können Ihnen bei der Wahl des richtigen Mittels sicher zur Seite stehen. Wenn jedoch standardmäßig eines dieser Mittel wiederholt verabreicht wird, ist es möglich, dass die Suche nach dem tatsächlich passenden Mittel aufgrund der Prüfungssymptome, die durch die Anwendung nicht indizierter Mittel entstanden sein könnten, erschwert wird. Und Ihr Kind wird durch diese zusätzlichen neuen Symptome unnötig belastet.<br />Sollte Ihr Kind tatsächlich irgendwann eines dieser Mittel benötigen, weil es durch seine Symptome indiziert ist, ist es völlig ausreichend, Globuli zu verwenden, die aus z.B. der Milch einer anderen Frau hergestellt wurden. Es muss dann nicht Ihre eigene Milch sein, die zur Heilung führt.</p>
<p><strong>Lassen Sie sich nicht verunsichern!</strong> Es gibt kein einzelnes homöopathisches Mittel, das auf alle jemals auftauchenden Beschwerden richtig reagieren kann, nur weil es aus Ihren körpereigenen Substanzen hergestellt wurde. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Sie oder Ihr Kind es tatsächlich einmal benötigen, ist sehr gering, selbst wenn man Ihnen etwas anderes erzählt hat. Es entspricht nicht dem homöopathischen Prinzip, nach Pauschallösungen zu suchen, die für alle gelten. Vielmehr müssen wir schauen, wie sich die Lebenskraft genau zeigt, welche Zeichen sie nach außen setzt, um dann angemessen individuell darauf zu reagieren. Denn <strong>Ihr Kind ist ein kostbares Individuum</strong>, dessen Bedürfnisse sich nicht einfach über einen Kamm scheren lassen, sondern sanft und mit Bedacht beantwortet werden wollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</div>
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		<item>
		<title>Jetzt schlägt&#8217;s aber 13! Warum Kinder in der homöopathischen Praxis immer schwieriger zu behandeln sind</title>
		<link>https://christinkoehler.com/jetzt-schlaegts-aber-13/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2015 09:54:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenskraft]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Zunehmende Infektanfälligkeit von Kindern in der homöopathischen Praxis</h2>
<p>Eva ist dreieinhalb Jahre alt. Ein zartes, schüchternes, liebevolles kleines Wesen mit großen Rosinen im Kopf. <strong>Sie will Prinzessin werden!</strong> Das weiß sie schon sehr genau, als sie mich da aus ihrem rosa Kleidchen angrinst.</p>
<p>Schon wieder läuft die Nase. Schon wieder hustet sie bis zum Erbrechen. Sie kommt einfach nicht zur Ruhe. Eine Erkältung nach der anderen plagt sie und ihre Eltern.</p>
<p>Immer wieder analysiere ich aufs Neue, wähle die Globuli für sie mit Bedacht und großer Sorgfalt.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Und dennoch haben sie immer nur eine Teilwirkung – mal sehr schnell, mal erst nach Stunden, mal mehr, mal weniger, aber nie mit durchschlagendem Erfolg. Die Symptome verändern sich. Das eine geht, das andere ändert die Modalitäten, das nächste wird stärker oder verlagert sich auf einen anderen Bereich. Und schon nach ein paar Wochen kommt die nächste Erkältung mit komplett neuen Anzeichen.<br /><strong>Ja, Himmel nochmal!</strong><strong></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Was Fieber in der homöopathischen Behandlung bedeutet</h2>
<p>Immer öfter habe ich Kinder wie Eva in der Praxis. Unklare Symptome, unklare Modalitäten doch zum Glück noch mit der <strong>Fähigkeit, Fieber zu produzieren</strong>. Fieber ist ein Zeichen, dass die Reaktionsfähigkeit des Organismus noch recht stark ist. Er kann es noch mit der Umwelt aufnehmen.</p>
<p>Je unklarer die Symptome sind, desto schwieriger ist der Patient zu behandeln. Unklar heißt in diesem Zusammenhang, dass die Symptome nicht deutlich auf einzelnes Mittel hinweisen. Doch <strong>warum zählen immer mehr Kinder zu so komplizierten Fällen?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Sinkendes Gesundheitsniveau trotz steigender medizinscher Versorgung</h2>
<p>Eine Erklärung dafür ist das <strong>sinkende allgemeine Gesundheitsniveau</strong>. Seit Generationen schlagen wir uns mit unterdrückenden medizinischen Behandlungen und Medikamenten herum und die psychische Belastung steigt. Jeder Organismus kommt mit einer gewissen Lebenskraft zur Welt. Unterdrückende Maßnahmen oder Stress in jeder Form schwächen diese Lebenskraft. Die nächste Generation kann nur so stark geboren werden, wie es die Eltern zum Zeitpunkt der Zeugung waren. Mal ganz einfach ausgedrückt.</p>
<p><strong>Ein Anzeichen für eine Schwächung sind z.B. überschießende Reaktionen des Abwehrgefüges.</strong> Allergien, Hautausschläge oder eben eine Erkältungsneigung, um nur einige zu nennen. (Auf den Anstieg emotionaler und geistiger Schwierigkeiten möchte ich an dieser Stelle mal lieber gar nicht erst eingehen.) <strong>Ein starker Abwehrmechanismus ist in der Lage, klare Symptome mit einem klaren Muster zu produzieren.</strong> Bei einem geschwächten Abwehrmechanismus läuft so Manches aus dem Ruder. Die Reaktionen werden unklar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Und was ist nun mit Eva?</h2>
<p>Ich habe nach etlichen oben beschriebenen Versuchen mal kurz alle Regeln der homöopathischen Heilkunst außer Acht gelassen &#8211; naja, fast alle 😉 &#8211; und mich entschieden, <strong>ein sehr tiefgreifendes Mittel</strong> einzusetzen, obwohl die Symptome nicht eindeutig dafür sprachen. Ich habe das Arzneimittel also nicht anhand der aktuellen Erkältungssymptome verordnet, da diese ohnehin verwirrt sind, sondern anhand des dahinterliegenden Prozesses, der die Schwächung des Abwehrgefüges zeigt.</p>
<p>Gestern hatte Eva einen wirklich schweren Tag. Ihr Vater wollte sie bereits ins Krankenhaus bringen, so sehr hat sie unter ihren Hustenanfällen gelitten. Die Entscheidung ist mir schwergefallen, weil ein Mittel gerade in einer akuten Situation gut gewählt sein muss. Da lasse ich mich lieber auf keine Experimente ein. Doch siehe da: Meine Entscheidung scheint richtig gewesen zu sein. <strong>Es geht ihr heute deutlich besser</strong>, die Nacht war ruhig und entspannt, der Husten scheint nun endlich verschwunden und sie bekommt wieder gut Luft.</p>
<p>Natürlich werden erst die nächsten Wochen und Monate zeigen, wie es weitergeht, doch fürs Erste bin ich sehr zufrieden! Und Evas Eltern auch. 🙂</p></div>
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		<item>
		<title>3 Gründe, warum dir dein homöopathisches Mittel nicht gefallen wird</title>
		<link>https://christinkoehler.com/drei-gruende-warum-dir-dein-mittel-nicht-gefallen-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2015 11:54:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Apotheken]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner">Sie haben ein gesundheitliches <strong>Problem</strong>, für das Sie eine <strong>Lösung</strong> suchen. Ihre Homöopathin soll Ihnen dabei helfen. Also machen Sie einen Termin ab, bereiten sich vor, sind in freudiger Erwartung. Endlich sollen die Beschwerden und die Schmerzen weniger werden. </div>
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				<div class="et_pb_text_inner">Endlich soll die erhoffte Erleichterung eintreten. Bei dem ersten Termin legen Sie die Karten auf den Tisch. Sie erzählen alles bis ins Detail, auch zum Teil sehr private Dinge, und liefern sich somit komplett aus. Sie haben Vertrauen und beantworten die Fragen so gut es Ihnen möglich ist. <strong>Das sind alles gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie.</strong>

Danach ist das <strong>Wissen und Fingerspitzengefühl</strong> Ihrer Therapeutin gefragt. Sie analysiert, gewichtet und ordnet Symptome. Mögliche Mittel wiegt sie gegeneinander ab, vergleicht, sortiert aus oder nimmt sie in die engere Auswahl. Viele Ansätze werden durchdacht, für wichtig befunden oder für diesen Fall als nebensächlich eingestuft. Und schließlich fällt die Entscheidung auf ein Mittel. <strong>Ihr persönliches Mittel!</strong> Verheißungsvoll schwebt dieser Gedanke einen Augenblick lang in der Luft, voller Hoffnung auf die ersehnte Erleichterung.

Manche Therapeuten und Therapeutinnen geben nicht Preis, um welches Mittel es sich handelt. Ich gehöre nicht zu diesen. Ich sage meinen PatientInnen in der Regel, welches Mittel ich gewählt habe, denn ich setze zwei Dinge voraus: <strong>Meine PatientInnen vertrauen a) meinem Urteil und sind b) mündige Menschen</strong>, die das Recht haben zu erfahren, was sie einnehmen.

&nbsp;
<h2>Was beim Nachforschen über &#8222;meine&#8220; Globuli passieren kann:</h2>
Dies birgt jedoch auch gewisse Stolpersteine. Denn gerade bei interessierten, mitarbeitenden PatientInnen ist zu beobachten, dass sie gerne <strong>nach dem genannten Mittel forschen</strong>. Das ist nur zu gut verständlich. Schließlich haben sie sich anvertraut, alles auf eine Karte gesetzt und es geht um <strong>ihre Gesundheit</strong>. Sie lesen in Ratgebern oder im Internet darüber nach und fragen sich: <strong>„Hat das irgendetwas mit mir zu tun?“ </strong>Doch Enttäuschung, Unsicherheit und offene Fragen lassen oft  nicht lange auf sich warten.

<strong>Wie kommt es dazu?</strong> Hier zeige ich Ihnen <strong>die drei wichtigsten Gründe</strong>, warum so eine Nachforschung in den falschen Hals geraten kann:

&nbsp;
<h3><strong>1) Die Beschreibung eines homöopathischen Mittels ist kein Horoskop&#8230;</strong></h3>
&#8230;aus dem man sich die Rosinen herauspicken kann. Die Frage „Wie bin ich?“ lässt sich nicht anhand der passenden Arznei beantworten.
Dies ist das häufigste Problem, dem ich in diesem Zusammenhang begegne. Wenn man bei einem Mittel z.B. liest: „die Betroffenen sind hinterhältig, eifersüchtig, übellaunig“ und dergleichen, meldet sich schnell der innere Widerstand: „<strong>SO BIN ICH DOCH GAR NICHT!</strong> Ich bin doch liebevoll und fürsorglich und nachgiebig.“

<strong>Wir alle haben ALLES in uns.</strong> Waren Sie schon einmal glücklich? Und waren Sie schon einmal traurig? Kennen sie das Gefühl, benachteiligt zu werden und daher ein wenig zwickende Eifersucht zu verspüren? Kennen Sie Wut, Kummer und Liebe? Haben Sie Momente, in denen Sie gerne unter Menschen sind und kommunizieren und dann wieder solche, in denen Sie sich lieber zurückziehen und nicht reden möchten? Sehen Sie, jeder kennt alles davon – mal mehr, mal weniger. Und warum? <strong>Weil all diese Gefühle zum Leben dazu gehören. Sie sind menschlich.</strong>

Beschreibungen homöopathischer Mittel sind oft sehr explizit. Sie gehen ins Extrem, um eine Tendenz zu veranschaulichen und weil die beschriebenen Symptome und ihre Heilung bei verschiedenen Patienten bereits deutlich beobachtet werden konnten. Doch jedes dieser Arzneimittel passt zu vielen, vielen Symptomen, die zu seinem kompletten Mittelbild gehören. <strong>Die Beschreibung emotionaler Bedingungen ist nur ein (kleiner) Teil davon und ein homöopathisches Mittel wird in der Regel nicht (nur) nach emotionalen Gesichtspunkten</strong> ausgewählt.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong>2) Viele homöopathische Mittel sind sich sehr ähnlich</strong></h3>
<p>Die homöopathische Arzneimittellehre besteht aus <strong>vielen hundert gängigen Mitteln</strong> und einigen tausend spezielleren Mitteln, welche seltener &#8211; bei besonderen Umständen &#8211; zum Einsatz kommen.<br />Die Auswahl des passenden Mittels stellt aufgrund dieser Fülle oft eine Herausforderung dar und lässt sich nicht aus dem Ärmel schütteln. Viele Mittel sind sich sehr ähnlich und müssen gut bekannt sein, um sie auseinanderhalten zu können. Eine fundierte Ausbildung und etwas Erfahrung sind Grundvoraussetzungen, um die Arzneien in gewisser Tiefe zu kennen und gute Erfolge damit zu erzielen.</p>
<p>Sowohl in der Ausbildung als auch später in der gesammelten Erfahrung lernt der Therapeut oder die Therapeutin, welche Symptome wichtig sind, was man suchen muss und was man vernachlässigen kann. Gängige Homöopathieratgeber können die Entscheidung für oder gegen ein Mittel in den seltensten Fällen schlüssig erklären, gerade wenn es um eine chronische Behandlung geht.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>3) Charaktereigenschaften sind keine homöopathisch verwertbaren Symptome</h3>
<p>Jedes dieser vielen Arzneimittel umfasst wiederum &#8211; wie bereits weiter oben erwähnt &#8211; hunderte Symptome, die zum vollständigen Mittelbild gehören.</p>
<p><strong>Kein Patient muss alle diese vielen Symptome aufweisen</strong>, damit die Mittelwahl dennoch gerechtfertigt ist. Für die passende Verordnung müssen <strong>alle beim Patienten vorherrschenden Symptome </strong>erfasst werden – körperlich, geistig und seelisch. <strong>Was nicht da ist, ist eben nicht da.</strong> Deshalb ist das Mittel noch längst nicht verkehrt.</p>
<p>Charaktereigenschaften sind keine Symptome, sondern <strong>sie gehören bis zu einem gewissen Grad zu einem Menschen dazu, wie seine Augenfarbe oder sein Lachen.</strong> Erst wenn ein Gefühl oder ein Verhalten zum Problem wird oder sehr bezeichnend ist, kann es als Symptom bewertet werden und in die Gesamtbeurteilung des Falles mit einfließen. Nur sehr, sehr selten wird rein nach der emotionalen Essenz, die also <strong>die Gemütslage des Patienten</strong> beschreibt, verordnet, nämlich dann, wenn ebendiese Gemütslage krankhaft entgleist. Doch die meisten Laien versuchen, sich in eben dieser emotionalen Beschreibung zu finden und sind enttäuscht, wenn sich ihr Selbstbild nicht mit dem beschriebenen Mittelbild deckt.</p>
<p><strong>Zum Beispiel wird Lachesis als eifersüchtig und geschwätzig beschrieben. Na und?</strong> 😉 Das gilt für den KRANKHAFTEN emotionalen Bereich der Patienten, denen dieses Mittel helfen kann, nicht für den gesunden, ausgeglichenen. Auch wenn Sie sich nicht so sehen und Sie diese Eigenschaften nicht in gesteigertem Maß aufweisen, kann Lachesis dennoch das genau richtige Mittel für Ihre Zyklusbeschwerden sein und Ihnen so Erleichterung verschaffen. Da dürfen Sie diese unerfreuliche Beschreibung gerne in die Tonne kippen und ignorieren. Verstehen Sie?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Und was machen wir jetzt?</strong></h2>
<p><strong>Bitte bleiben Sie neugierig!</strong> Ich LIEBE Ihr Engagement und schätze es sehr, wenn Sie sich für Homöopathie interessieren und zu lesen und forschen beginnen. Darin sieht man Ihre Verbundenheit zur Materie und Ihren Wunsch, aktiv mitzuarbeiten und eingebunden zu sein. Doch haben Sie auch Vertrauen, verlassen Sie sich auf das fachlich fundierte Urteil Ihrer Therapeutin oder Ihres Therapeuten und stellen Sie alle Fragen, die Sie haben. <strong>Jede Frage ist besser, als unausgesprochene Zweifel.</strong> Ich wünsche Ihnen, dass Sie die passenden Antworten erhalten und Ihre Begeisterung für diese wundervolle Heilkunst immer größer wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Endlich ist das Rätsel gelöst &#8211; Homöopathie wirkt! Und zwar so</title>
		<link>https://christinkoehler.com/endlich-ist-das-raetsel-geloest-homoeopathie-wirkt-und-zwar-so/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2015 12:42:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Die Liste der Vorwürfe an die Homöopathie ist zwar nicht lang, aber knackig.</h2>
<p>Das Lieblingsargument der Homöopathiekritiker ist wohl nach wie vor a) Homöopathie wirkt nicht und ist nichts anderes als ein <strong>Placeboeffekt</strong>. Alle Erfolge, die damit erzielt werden, haben laut ihrer Meinung keinen anderen Grund, als das gute Patient-Therapeut-Verhältnis, die geschenkte Aufmerksamkeit und den Glauben an die Sache.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Gleich danach folgt meist b) das Vorrechnen, ab welcher homöopathischen Potenz <strong>kein Molekül mehr vorhanden</strong> ist und als logische Folge steht somit im Raum: Wo nichts ist, kann auch nichts wirken! Denn man kann ja von einem Tropfen Wein im Bodensee schließlich auch keinen Schwips bekommen&#8230;</p>
<p>Zu guter Letzt wird noch c) behauptet, die Wirkung von Homöopathie sei <strong>wissenschaftlich nicht belegt</strong>, um abschließend zu dem Schluss zu kommen: Homöopathen und Homöopathieanhänger seien entweder verträumte Idealisten (meist weniger freundlich „Idioten“ genannt) oder eben – und jetzt kommt’s! – Scharlatane, Halsabschneider und Betrüger, die den hilflosen Patienten unbegründete Hoffnung machen und somit ihre Gesundheit gefährden.</p>
<p>Und um das Ganze zu untermauern werden d) von ganz vehementen Gegnern regelmäßig <strong>öffentliche Veranstaltungen</strong> organisiert &#8211; vorzugsweise am Geburtstag von Dr. Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, um die Provokation perfekt zu machen. Dort werfen sich die Teilnehmer dann unter den Parolen der Veranstalter handvollweise Globuli ein, um zu beweisen, dass Homöopathie nicht wirkt.<br /><strong>Dazu möchte ich gleich hier Stellung nehmen:</strong> Mit so einer Handlung beweisen diese Menschen, dass sie sich mit den Gesetzmäßigkeiten der Homöopathie noch nie näher auseinandergesetzt haben. Denn sonst wüssten sie, dass eine einmalige Gabe einer homöopathischen Arznei (egal wie viele Globuli dabei eingenommen werden &#8211; und wenn sie eine Tonne davon verdrücken) nichts bewirken wird, wenn das Mittel nicht genau zum aktuellen Zustand dieser Person passt. Erst bei einer mehrmaligen Einnahme der gleichen Arznei werden Symptome entstehen.<br />Ich lade alle Teilnehmer solcher Veranstaltungen und überhaupt alle Gegner der Homöopathie ein, sich einer standardisierten Prüfung zu unterziehen, in der ein Mittel nach gewissen vorgegebenen Regeln mehrmals eingenommen wird. Und dann reden wir noch einmal über „Glauben&#8220;. 😉</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Beweise, dass und wie Homöopathie wirkt</h2>
<p>Kontroverse Diskussionen und solche Aktionen sind zwar medienwirksam, doch sie verunsichern und polarisieren, anstatt die Fakten zu sammeln und auf den Tisch zu legen. Und so sitzen Patienten und Interessenten der Homöopathie dann da und fragen sich: „Was stimmt denn nun? Bin ich komplett auf dem Holzweg?“</p>
<p>Vehemente Homöopathiekritiker sind zumeist einseitig informiert oder sie ignorieren die deutliche Evidenz einfach. Doch ihre ewig gleichen Argumente ziehen nicht mehr, denn <strong>Homöopathie wirkt. Das ist nun bewiesen &#8211; ob es den Gegnern gefällt oder nicht!</strong></p>
<p>Im Folgenden möchte ich auf die obigen Vorwürfe eingehen und somit auch einen groben Überblick über die aktuelle Studienlage und die neuesten Erkenntnisse geben &#8211; die zwar nicht mehr ganz neu sind (2011), aber dennoch immer noch nicht anerkannt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>a) Placeboeffekt:</h3>
<p>Er wird hier gerne bemüht. Die ganzen positiven Reaktionen auf homöopathische Arzneien seien nichts als Placebo. Was ist dran? Gut, es gibt keine Intervention, egal welcher Richtung, die ohne Placebo funktioniert. Wenn die betreffende Person eine positive Einstellung zu einer Therapie hat, verstärkt das automatisch ihre Wirkung. Doch wenn Homöopathie darüber hinaus nichts zu bieten hätte, wie erklären sich dann die nachhaltigen, anhaltenden, durchschlagenden Heilungen, die damit zustande kommen? Wenn ein Placebo so tief greifen kann, warum arbeitet die Schulmedizin nicht ausschließlich mit Placebo und weist damit die gleich hohen Heilungsraten auf?</p>
<p>Oft zitiert wird an dieser Stelle auch die zeitliche und menschliche Zuwendung, die ein Patient bei einer homöopathischen Fallaufnahme erfährt. Solche Form von Zuwendung bekommt er allerdings auch in Psychotherapieeinheiten. Warum wird damit aber keine so tiefgreifende Besserung erzielt – vor allem auch auf körperlicher Ebene?<br />Und außerdem wirkt Homöopathie auch bei Tieren und bei Säuglingen, ja sogar noch im Mutterleib. Da wird es schwer zu behaupten, es drehe sich allein um Glauben und die positive Einstellung zur Sache.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>b) Kein Molekül mehr vorhanden</h3>
<p>Ja, das stimmt. In homöopathischen Hochpotenzen ist kein stofflicher Anteil der Ursubstanz mehr nachweisbar. Wie und warum sie dennoch wirken, wurde nun endlich auf biophysischer Ebene messbar gemacht und enthüllt.</p>
<p>Die Biophysikerin Dr. Karin Lenger konnte bereits 2011 anhand zweier Verfahren experimentell sichtbar machen, dass potenzierte Homöopathika Photonen abstrahlen – und zwar jedes Heilmittel in unterschiedlichen Frequenzbereichen.<br />
Wenn also nichts dran ist, wie kommt es dann zu den Frequenzunterschieden und zu der deutlich höheren Photonenabstrahlung im Vergleich zu unpotenzierten Ausgangsstoffen bzw. Kontrollsubstanzen?<br />
Der Schluss liegt nahe, dass mit jedem Potenzierungsschritt Energie freigesetzt wird. Bereits 1975 konnte Prof. Fritz A. Popp nachweisen, dass lebende Organismen Biophotonen abstrahlen. Es wird daher vermutet, dass die im Heilmittel freigesetzte Energie mittels Photonen mit der Biophotonenfrequenz des Patienten in Resonanz ist und so Heilung stattfinden kann.<br />
(Quelle: <a href="https://christinkoehler.com/wp-content/uploads/Lenger-Homöopathie-wirkt_Langversion.pdf" target="_blank" rel="noopener">VKHD</a>)</p>
<p><strong>Das sind ja bahnbrechende Erkenntnisse! Warum pfeifen das nicht die Spatzen von allen Dächern, fragt man sich da…</strong></p>
<p>Vermutlich besteht einfach kein Interesse daran, der Homöopathie Anerkennung zu geben. Unser Weltbild, das auf Materie aufgebaut ist, käme damit gehörig ins Wanken und müsste sich neu erfinden. Außerdem gibt es großes finanzielles Interesse daran, dass Homöopathie Unfug ist und bleibt. Aber diese Schlüsse dürfen Sie lieber selber ziehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>c) Wissenschaftliche Belege zur Homöopathie</h3>
<p>Der Beweis der Photonenabstrahlung allein reicht als wissenschaftlicher Beleg noch nicht aus. Es müssen auch klinische Studien den Nachweis erbringen, dass der Erfolg einer homöopathischen Behandlung über den Placeboeffekt hinausreicht. Und das tun sie.</p>
<p>An dieser Stelle könnte ich Ihnen verschiedenste Studien, ihre Durchführung und ihre Ergebnisse präsentieren, sie miteinander vergleichen und die Schlüsse daraus zusammenfassen. Doch zum Glück hat das schon jemand anders für mich gemacht. Diverse Meta-Analysen geben Aufschluss.</p>
<p>Ich zitiere aus einem <a href="http://www.carstens-stiftung.de/artikel/masernimpfung-homoeopathie-und-wissenschaft.html" target="_blank" rel="noopener">Artikel der Carstens Stiftung</a>:<br />
„…dass in Bezug auf die Homöopathie zwar auch solche Zusammenfassungen vieler Studien existieren, die ein negatives Ergebnis haben, jedoch sind diese in der Minderheit und beruhen auf einem Vorgehen, das der Epidemiologe Robert G. Hahn wie folgt charakterisiert hat: „Um zu der Schlussfolgerung zu gelangen, die Homöopathie habe keine klinischen Effekte, müssen mehr als 90% der verfügbaren klinischen Studien außer Acht gelassen werden.“<br />
Von den über 700 publizierten Studien zur Homöopathie, darunter ca. <strong>350 randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien</strong>, weist nämlich der weitaus größte Teil ein positives Ergebnis auf. Die damals wie heute nicht zu leugnende Tatsache, dass deutlich mehr Untersuchungen existieren, die auf eine Wirksamkeit der Homöopathie hindeuten, kommentierte der Methodologe Kienle bereits 1981 mit den Worten: „[Dies] ist mit den geltenden Paradigmen unvereinbar. Es ist ein Ärgernis, das sich nur beseitigen lässt, wenn man die Versuche als solche und die Ergebnisse in Frage stellt.“<br />
Auch der aktuelle Bericht, der von der australischen Regierung in Auftrag gegeben wurde, weise schwere methodische Mängel auf, indem er positive Studienergebnisse nicht berücksichtige.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Zusammengefasst heißt das also:</h2>
<p>Die Wirksamkeit von Homöopathie ist zwar wissenschaftlich belegt, die Ergebnisse dieser positiven Studien werden allerdings nicht anerkannt und unterschlagen.<br />
Demnach gibt es offensichtlich genug Gründe, dass sich die Fronten langsam aufweichen könnten. Doch ich habe noch keinen Kritiker über z.B. diesen Nachweis oder über positive Studienergebnisse reden hören. Es ist an der Zeit, sich auch die zweite Seite der Medaille anzusehen, um ernsthaft, fair und unparteiisch darüber diskutieren zu können.</p>
<p>Doch einmal ganz ungeachtet der Homöopathiegegnerschaft &#8211; <strong>die gute Nachricht ist und bleibt: Homöopathie wirkt, und nun wissen wir auch wie!</strong></p>
<p>Die Erfolge in der Praxis geben uns Recht. Denn unterm Strich geht’s um die Gesundheit der Patientinnen und Patienten und um sonst nichts! Und darum freuen mich diese Neuigkeiten ganz ausgesprochen. 🙂</p>
<p><a href="http://www.ardmediathek.de/tv/Was-wir-noch-nicht-wissen/Wie-wirkt-Hom%C3%B6opathie/ARD-alpha/Video?documentId=25073612&amp;bcastId=14913300%3Fxtor%3DCS2-2-&#091;homoeopathie" target="_blank" rel="noopener"><span style="text-decoration: underline;">Hier</span></a> finden Sie noch einen informativen, sehenswerten <a href="http://www.ardmediathek.de/tv/Was-wir-noch-nicht-wissen/Wie-wirkt-Hom%C3%B6opathie/ARD-alpha/Video?documentId=25073612&amp;bcastId=14913300%3Fxtor%3DCS2-2-&#091;homoeopathie" target="_blank" rel="noopener"><span style="text-decoration: underline;">Film</span></a> der ARD über die Wirksamkeit der Homöopathie.</div>
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			</div>
				
				
			</div></p>
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		<title>Abnehmen mit Globuli &#8211; Wo gibt&#8217;s denn sowas?!</title>
		<link>https://christinkoehler.com/abnehmen-mit-globuli-wo-gibts-denn-sowas-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2015 08:06:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Was Ihnen homöopathische Diäten versprechen und was Sie sich davon versprechen können</h2>
<p><strong>„Haben Sie auch etwas zum Abnehmen für mich?“</strong> Keine Frage höre ich häufiger als diese. Denn sie trifft den Traum so vieler Menschen, die sich zu dick fühlen und gerne einige Kilos verlieren möchten: ein paar Globuli, die sie bei der Erreichung ihres Ziels unterstützen und alles ein bisschen leichter machen.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ich kann diesen Wunsch auch sehr gut verstehen. Wie schwierig ist es doch, eine Diät einzuhalten! Messen, wägen, verzichten, hungern, zweifeln, stolpern und alles wieder von vorne &#8211; mit dem Ergebnis, dass schon nach ein paar Monaten (oder Wochen!) das alte Ausgangsgewicht wieder erreicht oder sogar überstiegen ist. Da ist die Hoffnung auf den „leichten“ Ausweg aus der Jo-Jo-Falle nur allzu verständlich. Endlich Gewicht verlieren ohne Anstrengung! Quasi im Schlaf.</p>
<p><strong>Was glauben Sie wie ich staunte, als ich hörte, es gebe sie wirklich: die ABNEHMGLOBULI!!</strong> Das hat mich natürlich sofort neugierig gemacht und ich ging auf die Suche nach den „Wunderkügelchen“.<br /><strong>Was ich fand war zweierlei</strong>: zum einen die HCG-Diät, die wohl gerade wieder sehr boomt. Zum anderen verschiedene Komplexmittel (=gemischte homöopathische Mittel), die den einfachen und schnellen Erfolg versprechen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Homöopathische Diäten im Überblick</h2>
<p>Die <strong>HCG-Diät</strong> gibt es schon seit ca. 60 Jahren. Dabei wird den Patienten das Schwangerschaftshormon HCG gespritzt, in der Hoffnung, dass es die Fettpölsterchen an den richtigen Stellen schmelzen lässt. Parallel dazu sollen täglich nur 500 Kalorien auf dem Speiseplan stehen, am besten ohne Kohlenhydrate. Außerdem wird versprochen, dass durch diese Hormoninjektionen der Jo-Jo-Effekt ausbleibt. Das nur mal so als Schnellzusammenfassung.<br />Hmmm…also ein Schwangerschaftshormon regelmäßig spritzen lassen? Macht das Sinn?<br />Das fragten sich auch andere schlaue Köpfe, die die hormonelle Belastung dieser Diät reduzieren bzw. ausschalten wollten, ohne den Effekt des Abnehmens dabei zu verändern. Also potenzierten sie dieses Hormon nach homöopathischen Gesichtspunkten und schon waren sie da – die <strong>Kügelchen zum Abnehmen</strong>. Neben der Einnahme der Globuli bestehen die Anbieter aber dennoch darauf, dass die 500 Kalorien pro Tag nicht überschritten werden sollen.</p>
<p>Die zweite Variante – nämlich homöopathische <strong>Komplexmittel </strong>– verspricht, dass sie einen Gewichtsverlust unterstützen, der sogar ohne klar vorgegebenen Diätplan auskommt. Die aus verschiedenen Ausgangsstoffen zusammengemischten Globuli sollen allgemein den Appetit zügeln und die Abnahme vorantreiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Und was ist davon zu halten?</h2>
<p>Da hatte ich nun also die Informationen über beide Möglichkeiten zusammengetragen. Jetzt war es an der Zeit, mir Gedanken darüber zu machen, an denen ich Sie gerne teilhaben lasse.<br />Hier kommen ein paar Fakten, die Ihnen vielleicht nicht gefallen werden.<br /><strong>Aber die gute Nachricht: zum Schluss geht doch noch alles gut aus… 😉</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Die HCG-Diät:</h3>
<p>Laut Anbieter sei die regelmäßige Einnahme der Globuli weder für Männer noch für Frauen bedenklich und für jedermann einsetzbar. Hmmm…mal ehrlich: Was soll ein Mann mit einem Hormon, das eine Schwangerschaft unterstützt? Und was soll eine Frau, die gerade kein Kind unter ihrem Herzen trägt, damit anfangen?<br /><strong>Ein Schwangerschaftshormon ist ein Schwangerschaftshormon. Punkt.</strong> Es gehört in keinem anderen Zusammenhang angewendet. Denn die Folgen sind nicht absehbar!</p>
<p>Wenn wir davon ausgehen, dass ein Hormon eine hoch wirksame Substanz ist und wenn wir weiter davon ausgehen, dass Homöopathie wirkt, dann haben diese Globuli irgendeine Wirkung. Welche Wirkung sie genau haben, ist nicht klar, weil das Hormon niemals in homöopathischer Form getestet wurde. Jedes Mittel muss zuerst nach genauen Richtlinien getestet werden, um seine Wirkung abschätzen zu können. Denn es gibt oft große Unterschiede zwischen der Wirkung der Ausgangssubstanz und jener der daraus hergestellten Globuli.</p>
<p>Es sind derzeit also keine Symptome bekannt, bei denen HCG-Globuli eingesetzt werden. Doch wir können davon ausgehen, dass es sie gibt, diese Symptome. Da es sich um ein Hormon handelt, besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass es seinerseits stark auf das Hormonsystem wirkt. Unsere Hormone stehen in einem sehr feinen Gleichgewicht, das durch die kleinste Störung schwer ins Wanken geraten kann. Wenn HCG während der Schwangerschaft ausgeschüttet wird, sorgt es z.B. dafür, dass kein Eisprung mehr stattfindet. Was es in homöopathischer Form anstellt, darüber können wir nur laut nachdenken, solange es nicht anständig geprüft ist.</p>
<h4>Übrigens:</h4>
<p>Der HCG-Wert im Blut ist auch bei manchen Krebsarten erhöht. Wollen wir wirklich damit experimentieren?</p>
<p>Wenn nun ein gesunder Mensch mehrmals homöopathische Mittel nimmt, die sein Körper im Augenblick gar nicht braucht (er ist ja gerade nicht schwanger und hat auch nicht genau diese Symptome, für die das potenzierte HCG vielleicht gut sein könnte), so wird er voraussichtlich Symptome entwickeln, die direkt von diesem homöopathischen Mittel produziert werden. Das sind sogenannte <strong>Prüfungssymptome</strong>. Sie entstehen bei der mehrfachen Einnahme eines falschen (= gerade nicht zum Zustand der Person passenden) Mittels.</p>
<p>Verschiedene Anbieter dieser Globuli gehen soweit, in ihren Verkaufsvideos zu behaupten, die tägliche Einnahme von z.B. einer C12 Potenz würde nicht zu Prüfungssymptomen führen. <strong>Diese Information ist schlichtweg falsch!</strong> Bei zu häufiger Anwendung nicht passender homöopathischer Mittel kann es immer zu Prüfungssymptomen kommen – auch bereits bei viel niedrigeren Potenzen als einer C12.</p>
<p>Und mal ganz ehrlich: <strong>Wer sich – wie während der HCG-Diät empfohlen – kohlehydratarm von 500 Kalorien täglich ernährt, nimmt auf jeden Fall ab, auch ohne Globuli!</strong> Die viel gelobten Erfolge sind daher wohl eher darauf zurückzuführen, dass dem Körper einfach zu wenig Nahrung zugeführt wird.</p>
<h4>Mein Fazit zur HCG-Diät:</h4>
<p>Die Einnahme der HCG-Globuli ist gefährlich und kann zu schwerwiegenden Problemen führen, die wahrscheinlich zu spät erkannt werden, weil sie nicht in Zusammenhang mit der Mitteleinnahme gebracht werden. Außerdem bedeuten Rosskuren mit sehr starker Reduktion der Nahrung für den Körper immer großen Stress. Er schaltet auf Sparflamme, was schließlich mit 99%iger Sicherheit zum Jo-Jo-Effekt führt.<br />HCG-Globuli sind ein gutes Geschäft für die Anbieter mit erheblichem Risikofaktor für die Konsumenten! Auch wenn Ihnen Ihr Fitnessstudio oder eine Online-Quelle etwas anderes erzählt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Komplexmittel:</h3>
<p>Dass in einem Komplexmittel meist mehrere Mittel zusammengemischt sind, die zwar einzeln getestet und erprobt wurden, macht die Sache leider nicht viel besser. Denn sie wurden nicht auf IHRE Situation hin angemessen für SIE individuell ausgewählt. <strong>Nicht alle Personen, die ein paar Kilos verlieren möchten, befinden sich im selben Gesamtzustand.</strong> Daher spricht jeder ganz unterschiedlich auf verschiedene Mittel an. Das <a href="http://www.duden.de/rechtschreibung/Gieszkannenprinzip" target="_blank" rel="noopener">„Gießkannenprinzip“ </a>funktioniert hier nicht und geht am eigentlichen Sinn der Homöopathie vorbei.</p>
<p>Selbst wenn die Wirkung der einzelnen Substanzen eines Komplexmittels bekannt ist &#8211; <strong>wer kann schon sagen, wie diese Mittel miteinander wirken?</strong> Und wie sie sich gegenseitig beeinflussen? Wie sie Ihren Körper und Ihren Gemütszustand verändern? Ob sie Ihre bereits bestehenden Symptome verwirren? Welche sie davon verbessern, verändern oder verschlimmern? Welche neuen Symptome durch die Einnahme sogar dazukommen? Und ob sie die Gewichtsabnahme überhaupt unterstützen?</p>
<p>Ich habe mir verschiedene dieser Präparate in ihrer Zusammensetzung genauer angeschaut. Nach dem dritten Versuch, einen Sinn darin zu finden, habe ich aufgegeben. Die Mittel scheinen einigermaßen wahllos zusammengestellt zu sein. Manche darin verwendeten Mittel haben mit vermehrtem Appetit z.B. überhaupt nichts zu tun. Ich möchte hier niemandem etwas unterstellen. Die Leute, die diese Mittel zusammengestellt haben, machten dies sicher in bester Absicht. Dabei haben sie allerdings das homöopathische Prinzip komplett missachtet. Denn in der Homöopathie wird „Ähnliches mit Ähnlichem“ geheilt. Und<strong> 5 Substanzen können nicht gleichzeitig für 1 Situation zuständig sein</strong> &#8211; und das noch dazu bei allen übergewichtigen oder diätwilligen Personen gleichermaßen. Sehen Sie das Problem? <strong>Irgendwo ist hier ein Denkfehler.</strong></p>
<p>Wenn wir wiederum berücksichtigen, dass <strong>hartnäckiges Übergewicht häufig hormonell</strong> bedingt ist, stellt sich die Sinnfrage bei solchen Komplexmitteln umso mehr. Ein empfindliches System wie das Hormonsystem lässt sich nicht mit einer Fülle verschiedener Mittel wieder ins Lot bringen, sondern im Gegenteil – die Gefahr einer Verschlimmerung bzw. Verwirrung ist deutlich gegeben.</p>
<h4>Mein Fazit zur Komplexmittel-Diät:</h4>
<p>Auch die Gewichtsabnahme mit Hilfe homöopathischer Komplexmittel kann zu Schwierigkeiten führen, die schwer im Voraus abschätzbar sind. Sie können Ihren Organismus aus dem Gleichgewicht bringen, ohne dass sie den gewünschten Effekt erzielen. Und dass sich ohne drastische Ernährungsumstellung das Gewicht durch die Kügelchen reduzieren könnte, ist mehr als fraglich. Auch hierin sehe ich wenig Sinn und eine gewisse Gefahr bei mehrfacher Einnahme.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Oje, und nun? Wo bleibt die GUTE Nachricht?</h2>
<p><strong>Hier kommt sie:</strong> in der klassisch homöopathischen Behandlung wird der gesamte Mensch betrachtet. Alles, was zu ihm gehört, wird als Ganzes in die Mittelwahl mit aufgenommen. Die paar Kilos zu viel auf den Hüften genauso wie die große Lust auf Eiscreme oder seine Lieblingsschlaflage auf der rechten Seite, nicht zu vergessen auch das eigentliche Problem, wegen dem er sich in Therapie begibt. Vielleicht kommt die Person wegen Stimmungsschwankungen, wegen Schlafstörungen, Zyklusunregelmäßigkeiten oder wegen chronischer Schmerzen.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Das richtige Mittel, das ganz individuell für die aktuelle Situation ausgewählt wird, führt häufig zu einer Gewichtsabnahme auf ganz natürliche Weise, ohne Anstrengung oder festen Diätplan.</strong> Denn wenn die Behandlung positiv verläuft, reguliert sich der Hormonhaushalt, der Stoffwechsel normalisiert sich und der Mineralienhaushalt kommt ins Gleichgewicht. Die Betroffenen fühlen sich ausgeglichener, haben mehr Energie und möglicherweise legen sie gar keinen gesteigerten Wert mehr darauf, Modelmaße zu erreichen, was ja auch ein Weg zu mehr Zufriedenheit und Selbstliebe ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Klingt zu schön, um wahr zu sein? Hier ein Beispiel, wie Abnehmen mit Globuli tatsächlich funktioniert:</h2>
<p>Ich erinnere mich an den <strong>spannenden Fall einer jungen Frau</strong>, die mich wegen fehlender Periode aufsuchte. Sie hatte seit ihrem 15. Lebensjahr nur 1-2x pro Jahr ihre Menses und wollte, dass sich das wieder regulierte. Nach einer ausführlichen Anamnese (=Erstgespräch) fand ich ein Mittel, das sie nach meiner Anweisung einnahm. Bei unserem zweiten Gespräch etwa zwei Monate später berichtete sie: Kurz nach der Mitteleinnahme bekam sie ihre Blutung. Etwa zeitgleich bekam sie eine Ohrenentzündung so ähnlich wie damals, als sie 12 Jahre alt war, nur weniger stark. Seither kommt die Periode regelmäßig alle 28 Tage. Das ist ein perfekter Verlauf einer homöopathischen Behandlung.</p>
<p>Aber jetzt kommt das Sahnehäubchen: <strong>Sie hat in diesen zwei Monaten 5 Kilogramm abgenommen, ohne dass sie ihre Essgewohnheiten umgestellt hatte.</strong> Einfach so, ganz nebenbei hat sich nicht nur ihre Gesundheit, sondern gleichzeitig auch ihr Gewicht in einen gesunden Normalbereich eingependelt.<br /><strong>Eine weitere Rückfrage nach 6 Monaten ergab:</strong> Periode nach wie vor regelmäßig, Gewicht nach wie vor stabil.</p>
<p>Das ist für uns HomöopathInnen immer eine große Freude, die jedoch gar nicht so selten vorkommt.<br /><strong>Daher ist meine einzige Antwort auf die Frage, ob es eine homöopathische Unterstützung zum Abnehmen gebe:</strong> „Ja, die gibt es. Lass dich von der Behandlerin / dem Behandler deines Vertrauens individuell klassisch homöopathisch betreuen. Deine Gesundheit stabilisiert sich, deine Beschwerden verschwinden und mit ein bisschen Glück pendelt sich dein Gewicht ein.“</p>
<p><strong>Dies ist natürlich kein Versprechen!</strong> Jeder Mensch ist anders, jeder Gesundheitszustand ist anders, jedes Krankheitsbild ist unterschiedlich weit fortgeschritten, etc. Doch es gibt die vielen, vielen Beispiele, die funktionieren.<br />Niemand muss ohne deutliche Beschwerden in homöopathische Behandlung. Das ist klar! Während einer Behandlung ergeben sich allerdings oft <strong>erwünschte Nebeneffekte</strong> wie z.B. besserer Schlaf oder eben Gewichtsverlust.</p>
<p>Von einer Selbstbehandlung mit den beworbenen Diätglobuli kann ich Ihnen Ihrer Gesundheit zuliebe allerdings nur abraten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</div></p>
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			</item>
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		<title>Teil 4: Mahlzeiten mit Kindern zwischen Lust und Frust &#8211; Die 15 wichtigsten Tipps, wie wieder Lust und Freude an den Esstisch kommen</title>
		<link>https://christinkoehler.com/teil-4-mahlzeiten-mit-kindern-zwischen-lust-und-frust-die-15-wichtigsten-tipps-die-gelingen-koennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Köhler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2015 14:02:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_9 et_pb_with_background et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner">Der Druck, der sich rund um Essensangebot und Regeln für Mahlzeiten in einer Familie aufbaut, kann wirklich immens groß werden und ich kenne viele Eltern, die schließlich kampflos aufgeben. Um den Familienfrieden zu retten, gibt’s dann eben 5x pro Woche Pizza oder Wiener Würstchen und so ist wieder Ruhe im Karton. Doch so weit muss es nicht kommen!</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nachdem ich in den ersten drei Teilen dieser Themenreihe (<a href="https://christinkoehler.com/teil-1-mahlzeiten-mit-kindern-zwischen-lust-und-frust-die-15-wichtigsten-tipps-die-gelingen-koennen/" target="_blank" rel="noopener">Teil 1</a>, <a href="https://christinkoehler.com/teil-2-mahlzeiten-mit-kindern-zwischen-lust-und-frust-die15-wichtigsten-tipps-die-gelingen-koennen/" target="_blank" rel="noopener">Teil 2</a>, <a href="https://christinkoehler.com/teil-3-mahlzeiten-mit-kindern-zwischen-lust-und-frust-die-15-wichtigsten-tipps-die-gelingen-koennen/" target="_blank" rel="noopener">Teil 3</a>) die Hintergründe, Ursachen und Auswirkungen, die einer entspannten Mahlzeit im Wege stehen können, beleuchtet habe, geht es nun endlich ans Eingemachte.</p>
<p>Hier bekommen Sie ein paar Anregungen, wie Sie einen <strong>Kompromiss zwischen dauernden Streitereien und vollständiger Resignation</strong> finden können, ohne dabei weder Ihre eigenen noch die Bedürfnisse Ihres Kindes komplett über Bord werfen zu müssen. Ein Versuch lohnt sich!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>1) Entspannen Sie sich</strong></h4>
<p>Kein Kind verhungert vor einem vollen Teller. Und wenn es heute mal keine Vitamine gibt, gibt’s eben morgen wieder welche. Wer Druck aus der Sache nimmt, bevor die Situation vollends eskaliert, hat eine Chance, die Zügel wieder selbst in die Hand zu bekommen. Anstatt wahllos herumzuexperimentieren und schließlich aufzugeben, hilft vorübergehend schon mal das sprichwörtliche &#8222;Zählen bis zehn&#8220;… 😉 Was danach folgen könnte, ist Tipp 2.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>2) Seien Sie klar</strong></h4>
<p>Wenn Sie wissen, was Sie wollen und was Ihnen wichtig ist an der Ernährung Ihrer Familie, wird die Umsetzung automatisch leichter. Kinder gehen nur so weit, bis sie eine KLARE Grenze spüren.<br />Werden Sie sich in einer ruhigen Minute bewusst, worauf Sie in der Ernährung Ihrer Kinder besonders Wert legen und bestehen Sie auf einen EINZELNEN der vermutlich vielen Punkte. Wenn Sie den umsetzen, ist schon mehr gewonnen, als zuvor. Und wer klar ist, braucht meist viel weniger zu diskutieren – das gilt übrigens für alle Situationen, nicht nur für Mahlzeiten. Wenn der erste Ihrer Punkte ins Familiengeschehen integriert ist und niemand mehr daran zweifelt, dass er eine unumstößliche Regel geworden ist, können Sie immer noch Punkt 2 und 3 Ihrer persönlichen Hitliste einführen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>3) Bleiben Sie standhaft</strong></h4>
<p>Wenn Sie z.B. wollen, dass Ihr Kind am Esstisch sitzen bleibt oder von der Mahlzeit probiert, sollten Sie das KONSEQUENT einfordern. Nicht heute mal so, morgen mal anders. Dies ist eigentlich ein Tipp, der zu Tipp 2 gehört, doch er ist so wichtig, dass ich ihn noch einmal gesondert hervorheben möchte. Ihr Kind muss sich darauf verlassen können, dass Ihr Wort Gewicht hat. Sonst wird es sich weiterhin nicht auskennen und versuchen, Ihre Regeln zu umgehen. Die beharrliche Umsetzung Ihrer neuen Ziele wird zu Anfang vielleicht ein bisschen Durchhaltevermögen erfordern, doch je klarer und zielgerichteter Sie sind, umso leichter und schneller wird sie gelingen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>4) Halten Sie die Hauptmahlzeiten ein</strong></h4>
<p>Zu einem geregelten Familienalltag gehört auch, dass der Tagesablauf für die Kinder berechenbar ist. Wer den ganzen Tag hier ein paar Bissen und dort ein paar Süßigkeiten bekommt, wird zu den Hauptmahlzeiten vermutlich wenig Hunger haben und vielleicht nicht einmal so genau verstehen, warum sich jetzt alle zum Essen hinsetzen sollen, wo man doch sonst auch mit der Banane in der Hand durchs Wohnzimmer fegen darf. Außerdem ist die Essensmenge, die ein Kind tatsächlich über den Tag verteilt zu sich nimmt, nicht mehr nachvollziehbar. Sie würden sich wundern, was da zusammenkommt, wenn man sich mal die Mühe machen würde, alles zu notieren, was zwischendurch in den Mund geschoben wird. Das soll nicht heißen, dass es keine kleinen Zwischenmahlzeiten mehr geben soll. Aber wie der Name schon sagt, sind das eben &#8222;ZWISCHEN-MAHLZEITEN&#8220; – zwischen den Hauptmahlzeiten.<br />Wenn alle zu Tisch sitzen und jedem seine Portion geschöpft wird, ist die Essensmenge klarer sichtbar und außerdem kann ein gemütliches Familiengespräch stattfinden, ohne dass ständig jemand aufspringt oder herumrennt. Wie Sie das „Aufstehen dürfen“ oder „Sitzenbleiben müssen“ regeln, ist sehr abhängig vom Temperament Ihres Kindes und ich möchte an dieser Stelle keine Pauschalempfehlung aussprechen. Doch selbst wenn Ihr Kind nicht die Ausdauer hat, bis zum Ende durchzuhalten, finde ich es wichtig, dass eine Mahlzeit einen Anfang und EIN KLARES ENDE hat. Daher mein Vorschlag: Wenn gegessen wird, wird gegessen. Wenn das Kind zum Spielen aufsteht möchte, ist die Mahlzeit beendet und es gibt nicht in ein paar Minuten wieder einen Bissen nachgeschoben. Gut möglich, dass dies zum Eingewöhnen ein Weilchen anstrengend wird. Doch ich versichere Ihnen: Es lohnt sich!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>5) Lassen Sie Ihr Kind probieren</strong></h4>
<p>Auch wenn die erste Reaktion auf die angebotenen Speisen ablehnend ist, rate ich Ihnen, darauf zu bestehen, dass Ihr Kind dennoch zumindest probiert, bevor es seine Alternativmahlzeit bekommt. Und zwar immer wieder. Wie in <a title="Teil 2: Mahlzeiten mit Kindern zwischen Lust und Frust – Die 15 wichtigsten Tipps, die gelingen können" href="https://christinkoehler.com/teil-2-mahlzeiten-mit-kindern-zwischen-lust-und-frust-die15-wichtigsten-tipps-die-gelingen-koennen/" target="_blank" rel="noopener">Teil 2</a> beschrieben, bildet sich unser Geschmackssinn erst nach und nach vollständig aus. Nutzen Sie diesen Umstand zu Ihrem Vorteil. Wenn Ihr Kind immer probieren muss, dann lernt es die verschiedenen Geschmäcker wenigstens auseinanderzuhalten und die Chance steigt, dass die eine oder andere Speise dennoch irgendwann zu den Lieblingsspeisen hinzukommt. Auch wenn das heute natürlich völlig unvorstellbar ist! 😉</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4><strong>6) Jubeln Sie nichts unter und bestechen Sie nicht</strong></h4>
<p>Natürlich kann mal mehr Karotte oder Sellerie in der Sauce Bolognese sein und damit der Gemüseanteil gesteigert werden, aber verkaufen Sie Ihrem Kind keine Zutat als etwas, das sie nicht ist. Wenn Gemüse auf dem Teller liegt, liegt Gemüse auf dem Teller. Da gibt es nichts schönzureden. So wird den Kindern auch ein gewisser Respekt vor unserer Nahrung vermittelt.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das gefällt mir persönlich sehr gut! Ich rate auch davor ab, Ihr Kind zu bestechen nach dem Motto: Wenn du den Salat isst, bekommst du nachher Schokolade. Entweder es mag jetzt Salat, oder eben nicht. Das Lockmittel wird somit nur noch mehr in den Fokus gerückt und erscheint plötzlich deutlich attraktiver als noch zuvor. Was dabei rauskommt, wenn über Essen getröstet oder belohnt wird, kann man im Freibad an Hüften und Popos sehen. Das sind genau die fiesen 5 extra Kilos, die einfach nicht weggehen wollen. Wer als Kind durch Essen belohnt wird, belohnt sich auch später weiterhin darüber. Das ist keine optimale Problemlösestrategie und ein schlechter Ratgeber in Zeiten der Not!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>7) Machen Sie keine Extrawurst</strong></h4>
<p>Wenn Ihr Kind die angebotene Mahlzeit ablehnt, versuchen Sie einmal, sich nicht auf Diskussionen über ein extra Angebot einzulassen. Sie haben Besseres zu tun, als doppelt zu kochen! Bieten Sie Ihrem Kind stattdessen evtl. etwas an, das es gerne hat und womit Sie aus gesundheitlichen Gründen auch noch einverstanden sein können. Wenn Ihr Kind Milch liebt, bekommt es eben statt der Hauptmahlzeit ein Glas Milch zu trinken. Das sättigt auch ungemein und kann schon mal als Mahlzeit durchgehen. Oder es liebt Süßes? Dann bekommt es einen Apfel oder eine Banane zu essen. Beim Abendessen ist dann vielleicht schon wieder etwas dabei, was Ihr Kind gern hat und so wird seine Ernährung nicht einseitig. Wenn es erstmal an das Alternativangebot gewöhnt ist und weiß, dass daran kein Weg vorbeiführt, ist es womöglich auch wieder zu Kompromissen bereit, was die gekochte Mahlzeit angeht. Und es wird dennoch in seinen Vorlieben ernstgenommen, anstatt gezwungen zu werden, etwas zu essen, was es im Augenblick ablehnt. Das nimmt ungemein Druck aus solchen Konfliktsituationen. Außerdem finde ich es wichtig, dass es dennoch am Esstisch sitzen bleibt, bis die Familienmahlzeit vorüber ist – je nachdem, wie die Regeln auch sonst in Ihrer Familie gelten. So bekommt die Alternativmahlzeit einen größeren Stellenwert und es bleibt mehr Ruhe am Tisch.</p>
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<h4><strong>8) Probleme gehören nicht an den Esstisch</strong></h4>
<p>Wenn Ihr Kind Schwierigkeiten in der Schule hat oder schon wieder nicht gemacht hat, was Sie von ihm verlangt haben, dann besprechen Sie das bitte außerhalb der Mahlzeiten. Essen soll lustvoll sein und Spaß machen. Wenn sich Ihr Kind schon vor jeder Mahlzeit graut, weil es weiß, dass es wieder Schelte bekommen könnte, wird ihm vermutlich der Appetit vergehen. Und Ihnen selbst vermutlich auch. Essen soll bewusst und lustvoll erlebt werden können. Nur so kann es mit positiven Gefühlen verknüpft werden. Statt schlechte Stimmung aufkommen zu lassen, machen wir daraus doch lieber ein Fest der Sinne!</p>
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<h4><strong>9) Fangen Sie früh an</strong></h4>
<p>Je früher Ihre Kinder an eine abwechslungsreiche Ernährung gewöhnt werden, desto unkomplizierter wird die Auswahl des Familienmenüplans auf lange Sicht. Und Diskussionen darüber kommen gar nicht erst in großem Ausmaß auf.</p>
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<h4><strong>10) Führen Sie Ihr Kind an die Vielfalt der Lebensmittel heran</strong></h4>
<p>Wer nur einmal zu quengeln braucht, um nie mehr Spinat essen zu müssen, wird die Vielfalt an unterschiedlichen Geschmäckern nur schwer für sich erobern können. Bleiben Sie dran, versuchen Sie es immer wieder und nehmen Sie auch das eine oder andere verzerrte Gesicht Ihres Lieblings in Kauf. Auf lange Sicht lohnt es sich, wenn Ihr Kind den Geschmack einer frischen Karotte kennt und nicht glaubt, seine Lebensmittel wachsen im Kühlregal. Womit wir schon bei Punkt 11 wären.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4><strong>11) Gehen Sie an die Quelle</strong></h4>
<p>Zeigen Sie Ihrem Kind, wo das Essen herkommt. Wie wäre es mit einem Besuch im Erdbeerland? Mit einem liebevoll gemeinsam gepflegten Gemüsegärtchen? Urlaub auf dem Bauernhof? Allein schon angesäte Kräuter im Topf steigern die natürliche Neugier der Kinder. Wann kommen die ersten zarten grünen Spitzen aus der Erde? Wie werden die Blätter aussehen? Und wie schmecken sie dann wohl auf meinem Butterbrot? So können neue Geschmackserfahrungen gemacht werden und die Kinder erleben gleichzeitig ein kleines Abenteuer. Oder nehmen Sie Ihr Kind mit zum Einkauf und lassen ihm an der Gemüsetheke freien Lauf. Sie werden erstaunt sein, was für Ergebnisse Sie damit erzielen können.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4><strong>12) Werden Sie spielerisch</strong></h4>
<p>Warum denken Sie sich nicht gemeinsam Spiele aus? Z.B. können Sie Ihr Kind zwei Zutaten aus einem Angebot auswählen lassen, aus denen Sie dann gemeinsam ein leckeres Gericht erfinden. Ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Oder wissen Ihre Kinder schon, dass man Rapunzel essen kann? Oder warum Aschenputtel die Linsen sortieren musste? Und warum schläft die Prinzessin eigentlich auf einer Erbse? Kinder lieben Geschichten und Spiele! Das Argument, dass etwas gesund für sie sei und sie es darum essen sollen, finden sie hingegen so reizvoll, wie eine Woche Regenwetter.</p>
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<h4><strong>13) Kochen Sie gemeinsam</strong></h4>
<p>Wenn Ihre Kinder in der Küche mithelfen dürfen, dann dauert alles zugegebenermaßen länger und die Küche sieht danach vermutlich aus wie ein Schlachtfeld. Doch gleichzeitig erleben sie so viele neue, spannende Eindrücke – sie dürfen alle Zutaten mit den Händen kennenlernen, können sehen wie sich die Zucchini verändert, wenn sie gebraten wird, riechen den Duft der Lasagne im Ofen, hören das leise Brutzeln in der Pfanne, lachen sich krumm über das „Blubb“ im Spinat….und wie viel Spaß man erst mit einer Salatschleuder haben kann! Über das „Begreifen“ werden alle Sinne angesprochen und das löst Begeisterungsstürme im kindlichen Gehirn aus. So wird ohne Worte gelernt, erfahren, verinnerlicht. Und was einmal mit positiven Gefühlen besetzt ist, bleibt uns auch positiv in Erinnerung. Die Lust auf neue Zutaten kommt dabei wie von selbst. Das ist geschenkte Qualitätszeit mit Ihren Kindern, die Ihnen niemand mehr wegnehmen kann. So werden glückliche Kindheiten gemacht. Und übrigens: dauernde Diskussionen um Essenswünsche brauchen auch viel Zeit und wahrscheinlich noch viel mehr Energie. 😉</p>
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<h4><strong>14) Finden Sie Kompromisse</strong></h4>
<p>Ihr Kind liebt Süßspeisen? Dann lassen Sie es doch z.B. jeden zweiten Mittwoch entscheiden, was es zu essen geben soll. So fühlt es sich einbezogen und ernstgenommen, seine Bedürfnisse werden respektiert und es fällt ihm vielleicht leichter, in der Zwischenzeit Ihre eigenen Menüvorschläge akzeptieren zu können. Oder versuchen Sie, die Lebensmittel, die Ihr Kind bevorzugt, in Ihre Küche einzubauen, ohne dabei einseitig zu werden. Gegenseitiger Respekt ist auch beim Essen wichtig. So geben Sie außerdem ein gutes Beispiel.</p>
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<h4><strong>15) Werden Sie berechenbar</strong></h4>
<p>Dies ist wohl einer der wichtigsten Tipps, den ich Ihnen geben kann. Gehören Sie zu den kreativen Köchinnen, die gerne neue Rezepte ausprobieren oder dem Curry heute mal einen besonderen Pfiff geben wollen? Heute so, morgen anders und nächstes Mal süß-sauer? Oder die den Kühlschrank aufmachen und sich sagen: Heute gibt’s Auflauf quer durch die Gemüselade? Und auch der fällt naturgemäß jedes Mal anders aus. Oft liegt es nicht an der Zutat an sich, dass Kinder sich weigern, eine Speise zu essen, sondern daran, dass diese Zutat jedes Mal anders dargereicht wird.</p>
<p>Haben Sie auch die Erfahrung gemacht, dass Ihr Kind bei Oma alles isst, was es bei Ihnen ablehnt? Das könnte daran liegen, dass bei Oma meist Gerichte gekocht werden, die einen „Namen“ haben und dann auch immer gleich schmecken. Spinatomelette oder Käsespätzle mit Salat schmecken bei Oma immer gleich. Darauf kann man sich verlassen. Da geht man kein Risiko ein. Frustrierend, nicht wahr?</p>
<p>Aber denken Sie sich mal in Ihr Kind hinein: die Lebensmittel wollen in ihrem Geschmack und ihrer Konsistenz erst erlebt und für sich erobert werden. Das kann ganz schön anstrengend sein. Wenn dann noch eine unberechenbare Komponente dazukommt, bleiben viele Kinder doch lieber auf der sicheren Seite, die sie schon kennen und die sich bewährt hat. Vielleicht kennen Sie ein paar Lieblingsgerichte Ihrer Kinder, die Sie am besten nur noch sehr wenig variieren. Die können Sie quer durch Ihren Menüplan streuen. Dann kann an den anderen Tagen auch mal wieder der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Und wer weiß? Vielleicht sind Omas Rezepte ja auch für Ihre Küche eine Bereicherung?</p>
<p>Diese Tipps können Sie als <strong>Anregungen</strong> verstehen. Als bunten Strauß, aus dem Sie sich die schönsten Blumen picken. Die, die am besten zu Ihnen und Ihrer Familie passen. Sie können sie auch der Reihe nach „abarbeiten“, wenn Sie wollen.<br />Bitte denken Sie aber immer wieder daran: <strong>Essen soll LUSTVOLL sein!</strong> Eine gute Atmosphäre bringt mehr, als ein zusätzliches Salatblatt, das wir unseren Kindern hineinzwingen. UND: Unser Körper ist der Kapitän und zeigt uns, wo die Reise hingeht. Vertrauen Sie darauf, dass das Chemielabor Ihres Kindes gut funktioniert. Dann fällt es leichter, respektvoll und einfühlsam aufeinander zuzugehen. Und Sie können Ihre Mahlzeiten endlich wieder entspannt und in Ruhe genießen.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit! 🙂</p>
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<h3>Lesen Sie mehr:</h3>
<p><a title="Teil 1: Mahlzeiten mit Kindern zwischen Lust und Frust – Die 15 wichtigsten Tipps, die gelingen können" href="https://christinkoehler.com/teil-1-mahlzeiten-mit-kindern-zwischen-lust-und-frust-die-15-wichtigsten-tipps-die-gelingen-koennen/" target="_blank" rel="noopener">Teil 1: Über die speziellen Vorlieben und Abneigungen. – Oder: Warum Ihr Kind nicht isst, was es essen sollte.</a></p>
<p><a title="Teil 2: Mahlzeiten mit Kindern zwischen Lust und Frust – Die 15 wichtigsten Tipps, die gelingen können" href="https://christinkoehler.com/teil-2-mahlzeiten-mit-kindern-zwischen-lust-und-frust-die15-wichtigsten-tipps-die-gelingen-koennen/" target="_blank" rel="noopener">Teil 2: Wo liegt die Grenze zwischen innerem Verlangen und äußeren Einflüssen? Und: Wie entwickelt sich der Geschmackssinn Ihres Kindes?</a></p>
<p><a title="Teil 3: Mahlzeiten mit Kindern zwischen Lust und Frust – Die 15 wichtigsten Tipps, die gelingen können" href="https://christinkoehler.com/teil-3-mahlzeiten-mit-kindern-zwischen-lust-und-frust-die-15-wichtigsten-tipps-die-gelingen-koennen/" target="_blank" rel="noopener">Teil 3: Worüber wird bei den Mahlzeiten am häufigsten diskutiert und warum?</a></p></div>
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